Starbucks: Großangriff auf Indien
Starbucks ist die mit Abstand größte Kaffeehauskette der Welt. Die mehr als eine Milliarde Inder kamen bisher aber noch nicht in den Genuss des Kaffees aus Seattle. Das soll sich nun ändern. Starbucks will den eigenen Kaffee künftig auch im einstigen Teetrinkerland Indien etablieren.
Indien war lange Zeit ein weißer Fleck auf der Starbucks-Karte. Nachdem Starbucks den indischen Markt jahrelang beobachtet hat, hat die amerikanische Kaffeehauskette in diesem Jahr die Expansion nach Indien starten. Als Startinvestition stellt Starbucks 78 Millionen Dollar zur Verfügung. Eine lohnende Investition, denn der Aufholbedarf der indischen Kaffeetrinker ist immens hoch.
Enormes Aufholpotenzial
Nach Angaben der Internationalen Kaffeeorganisation verbrauchen Deutsche im Schnitt etwa 6,8 Kilogramm Kaffee pro Jahr. In Indien sind es dagegen lediglich 82 Gramm. Allerdings wächst der Kaffeedurst der Inder rasant. Gerade bei der jüngeren Bevölkerung Indiens wird Kaffee immer beliebter und löst Tee zunehmend als Lieblingsgetränk ab. Cafes sind deshalb mittlerweile ein großes Geschäft.

Richtiger Schritt
Starbucks hat lange mit einem Start in Indien gewartet. Entsprechend gut dürfte Konzernchef Howard Schultz den Schritt vorbereitet haben. Um Fuß zu fassen, hat sich Starbucks mit dem indischen Tata-Konzern verbündet. Das sollte den Start erleichtern. Langfristig erschließt sich der Konzern dadurch enormes Zusatzpotenzial. Zudem stellt sich Starbucks breiter auf, sodass lokale Absatzkrisen, wie derzeit in Europa, besser kompensiert werden. Die Starbucks-Aktie bleibt damit ein attraktives Investment. Das Kursziel lautet 57,50 Euro. Ein Stopp bei 33,50 Euro sichert ab.
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