Alfred Maydorn
Solaraktien gehörten in den letzten Wochen zu den größten Gewinnern. Insbesondere in China gab es zuletzt Aufschläge von bis zu 100 Prozent. Wer diesen sonnigen Lauf verpasst hat, sollte jetzt auf Nachzügler wie Sunpower setzen.
Solaraktien gehörten in den letzten Wochen zu den größten Gewinnern. Insbesondere in China gab es zuletzt Aufschläge von bis zu 100 Prozent. Wer diesen sonnigen Lauf verpasst hat, sollte jetzt auf Nachzügler wie Sunpower setzen.
In der Titelstory 100 Prozent mit Solaraktien hatte DER AKTIONÄR vor vier Wochen vier Solaraktien zum Kauf empfohlen. Zum absoluten Highflyer hat sich die chinesische Suntech Power entwickelt, die um über 80 Prozent in die Höhe geschnellt ist. Solarworld und Q-Cells verzeichneten ebenfalls ansehnliche Kursgewinne.
Alles was man braucht
Ohne nennenswerte Kursgewinne blieb indes die Aktie des US-Solarunternehmens Sunpower. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Platz nach oben ist mehr als genug: Um die Höchstkurse des vergangenen Jahres zu erreichen, müsste sich die Aktie mehr als vervierfachen. Sunpower hat alles, was eine aussichtsreiches Unternehmen mitbringen muss: Eine hervorragende Marktstellung (die Nummer zwei in den USA), eine führende Technologie (Solarmodule mit Wirkungsgraden über 20 Prozent) und eine günstige Bewertung (KGV 8 für 2010).
Skeptische Analysten
Zuletzt bremsten einige negative Analystenkommentare das Papier aus, aber auch bei den chinesischen Solartiteln war vor wenigen Wochen auch vermehrt zu Verkauf geraten worden und jetzt haben sich die Aktienkurse fast verdoppelt. Und auch Solarworld und Q-Cells legten trotz skeptischer Analysten zuletzt kräftig zu.
Solarmilliarden in den USA
Sunpower ist hinter First Solar die Nummer zwei in den USA und nicht nur technologisch führend: Das Unternehmen verfügt über ein weit verzweigtes Vertriebsnetz und dürfte überproportional von der zu erwartenden Nachfragebelebung in den USA profitieren. Immerhin ist im Rahmen des US-Konjunkturpaketes ein zweistelliger Milliardenbetrag für die Solarindustrie vorgesehen.
Charttechnisch ist die Aktie dabei, einen Doppelboden auszubilden. Hierfür müsste die Marke von 27 Dollar oder umgerechnet etwa 20 Euro überwunden werden. Auf diesem Niveau verläuft auch der aktuelle Abwärtstrend.
Kursverdopplung möglich
Wer die Solar-Rallye der letzten Wochen verpasst hat, der sollte das aktuell (noch) niedrige Niveau bei Sunpower zum Kauf nutzen. Eine Kursverdopplung ist durchaus im Bereich des Möglichen. Zur Absicherung sollte ein Stoppkurs bei 13,80 Euro platziert werden.
