Social Media: Kursgewinne bei Facebook, Yelp und Co
Die Aktien von Social-Media-Firmen verbuchten am Montag teilweise starke Kursgewinne an der Wall Street. Für Groupon ging es sogar zweistellig in die Höhe.
Überzogene Bewertungen, verpatzte Börsengänge, Betrugsvorwürfe: In den letzten Monaten standen Facebook & Co vor allem für Negativschlagzeilen. Zum gestrigen Wochenauftakt haben die Firmen bewiesen, dass es auch anders geht.
Im Gleichschritt nach oben
Das Social-Media-Quartett Facebook, Groupon (genau genommen fällt Groupon nicht in diese Kategorie), Yelp und Zynga zog am Vorabend kräftig im Kurs an.
Facebook verteuerte sich um vier Prozent auf 21,92 Dollar, nachdem das führende soziale Netzwerk (mehr als 950 Millionen Nutzer weltweit) in der vergangenen Woche ein Allzeittief bei 19,82 Dollar markiert hatte. Facebook war zuletzt durch schwache Q2-Zahlen in die Schlagzeilen geraten. Darüber hinaus leidet der US-Konzern unter der Beliebtheit seiner Smartphone-App. Auf dem kleinen Bildschirm lässt sich schwerer Werbung unterbringen.
Für Groupon ging es um zehn Prozent auf 7,25 Dollar in die Höhe. Das Schnäppchenportal war Ende 2011 an die Börse gekommen, konnte die hohen Erwartungen der Anleger aber nicht erfüllen. Das 52-Wochen-Tief beträgt 6,35 Dollar. Was die Aussichten für Groupon betrifft, bleibt DER AKTIONÄR skeptisch. Das Geschäftsmodell weist einige Tücken auf, zudem ist Groupon mit einer Marktkap von 4,9 Milliarden Dollar und KGV 40 (12e) üppig bewertet.
Yelp verteuerte sich am Vorabend um 8,7 Prozent auf 25,43 Dollar und steuert damit weiter in Richtung des Allzeithochs (31,96 Dollar). Das amerikanische Bewertungsportal hat Anfang August überraschend höhere Umsätze gemeldet und einen Quartalsverlust, der niedriger als befürchtet ausgefallen ist. Was die Anleger vor allem beeindruckte: Yelp legte bei sämtlichen Kennzahlen kräftig zu. Die Aktie hat in einer Woche 30 Prozent an Wert gewonnen - der Zug scheint vorerst abgefahren.
Zynga kletterte trotz der Nachricht, dass die Firma vom Games-Riesen Elecatronic Arts verklagt wird, um 8,1 Prozent auf 2,94 Dollar. Miese Q2-Zahlen hatten den Titel zuletzt an einem einizigen Tag um 40 Prozent im Wert einbrechen lassen. DER AKTIONÄR hat Zynga am Montag dennoch in sein Musterdepot aufgenommen. Zur Begründung siehe aktuelle Ausg. 33/12. Das Magazin können Sie hier als ePaper abrufen.
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