Alfred Maydorn
Ende der vergangenen Woche hat Cisco Details zum Einstieg in den Smart-Grid-Markt angekündigt. In den nächsten fünf Jahren peilt der Netzwerkspezialist Umsätze von 20 Milliarden Dollar pro Jahr mit Lösungen für intelligente Stromnetze an.
Cisco war maßgeblich am Aufbau and der Infrastruktur des Internets beteiligt und hat sich so zu einem Milliardenkonzern entwickelt. Jetzt will man die im Internet erzielten Erfolge im neuen Milliardenmarkt Smart Grid wiederholen. Bereits im Mai 2008 wurde der Einstieg angekündigt, jetzt gab Cisco weitere Details bekannt.
Gemeinsame Sache
Unter dem Namen "Smart Grid Ecosystem" wurde ein Firmenkonsortium aus über 25 Unternehmen gegründet, die bei der Entwicklung von standardisierten Lösungen für intelligente Stromnetze mit Cisco zusammenarbeiten sollen. Darunter befinden sich Unternehmen aus verschiedensten Branchen, darunter Großkonzerne wie Oracle, Verizon, General Electric und Siemens, aber auch diverse kleinere Firmen. "Zusammen mit unseren Partnern und unter Mithilfe der Energieversorger werden wir offene, auf dem Internet-Protokoll basierte Lösungen entwickeln, um das Smart Grid zu realisieren", teilte Martin de Beer mit, Senior Vice President der Cisco Emergent Technologies Group.
100 mal so groß wie das Internet
In erster Linie aber will der Netzwerkriese selbst vom neuen Milliardenmarkt profitieren. Cisco glaubt, der Smart-Grid-Markt könne 100 mal so groß werden wie das Internet. Die eigenen Ziele sind ambitioniert: Bis zum Jahr 2013 will Cisco jährliche Umsätze von 20 Milliarden Dollar mit Smart-Grid-Lösungen erzielen. Zum Vergleich: im laufenden Geschäftsjahr wird der Technologiekonzern etwa 36 Milliarden Dollar umsetzen.
Aktie im Aufwärtstrend
Die neue Smart-Grid-Fantasie hat sich zuletzt auch auf den Kurs der Cisco-Aktie ausgewirkt, die sich seit März in einem stabilen Aufwärtstrend befindet. Mit einem 2010er-KGV von 18 ist das Papier auch noch nicht zu teuer und verfügt auf Sicht der kommenden zwölf Monaten über ein Kurspotenzial von 20 bis 30 Prozent.
Drei A
ktien mit bis zu 100 Prozent Kurspotenzial
Anleger, denen das zu wenig ist, können auf kleinere Smart-Grid-Firmen ausweichen, die über eine größere Kursdynamik verfügen. DER AKTIONÄR stellt im aktuellen SPEZIALREPORT "Milliardenmarkt Smart Grid" drei Aktien vor, die ein Kurspotenzial von bis zu 100 Prozent besitzen.