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Showdown bei Washington Mutual: Warmer Geldregen oder kalte Dusche?

Alfred Maydorn

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Für die Aktionäre von Washington Mutual, kurz WaMu, wird es spannend. Praktisch stündlich ist in den kommenden Tagen mit einer Einigung mit JPMorgan zu rechnen. Optimisten spekulieren auf eine Zahlung von bis zu acht Dollar pro Aktie. Scheitern die Gespräche, kann es allerdings auch zu heftigen Kursabschlägen kommen.

Die wohl heißeste Spekulation des Börsenjahres 2010 geht in die entscheidende Phase: In dieser Woche erwarten Anleger eine Entscheidung im sogenanten "WaMu-Case". Am 12. März wird es eine erneute Anhörung vor der Konkursrichterin geben. Im Vorfeld sollen zwischen den Kontrahenten, der Washington Mutual Inc., JPMorgan und dem US-Einlagensicherungsfonds FDIC, weitere Gespräche stattfinden.

Acht Dollar pro Aktie?

Den Äußerungen des Anwaltes von Washington Mutual zufolge hat es zuletzt sehr intensive Gespräche gegeben. Dabei ging es anscheinend nicht nur um die rund vier Milliarden Dollar an Bankeinlagen, sondern auch um ein weitreichendes Settlement, also eine Ausgleichszahlung an die WaMu-Aktionäre. Viele Anleger spekulieren auf eine außergerichtliche Einigung und hoffen dabei auf eine "Entschädigung" von bis zu acht Dollar pro WaMu-Stammaktie.

Satte Aufgelder in Deutschland

Am Freitag ging die Aktie von Washington Mutual in New York mit exakt 0,3871 Dollar aus dem Handel, was umgerechnet 0,283 Euro entspricht. In Frankfurt greifen Spekulanten am Montag reihenweise zu und treiben das Papier auf 0,343 Euro und damit auf ein neues Jahreshoch. Das Aufgeld im Vergleich zum US-Schlusskurs vom Freitag beträgt somit über 20 Prozent.

Risiken beachten

Obwohl sich die Anzeichen verdichten, dass eine außergerichtliche Einigung erzielt werden kann, sollten Anleger die Risiken nicht aus den Augen verlieren. Aktuell ist die börsennotierte Washington Mutual Inc. nicht mehr und nicht weniger als eine insolvente Gesellschaft, die lediglich diverse Ansprüche in Milliardenhöhe geltend macht. Mit größeren Kursabschlägen ist jederzeit zu rechnen - und zwar in beide Richtungen.

Anleger, die den mehrfachen Empfehlungen des AKTIONÄRs gefolgt sind, können weiter investiert bleiben, sollten in Abhängigkeit der Positionsgröße aber durchaus über Teilgewinnmitnahmen nachdenken. Immerhin hat sich der Titel seit seinem Intraday-Tief vom vergangenen Donnerstag mittlerweile mehr als verdoppelt.

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