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Research in Motion: Deutscher übernimmt Chefposten

Martin Weiß

Der in Schieflage geratene Smartphone-Hersteller Research in Motion hat Thorsten Heins zum Vorstandschef berufen. Der Deutsche ersetzt das Führungsduo Mike Lazaridis und Jim Balsillie, das zuletzt massiv in der Kritik stand. Anleger sollten skeptisch bleiben.

Die offizielle Meldung vom Montag ist keine wirkliche Überraschung. Research in Motion hat in den letzten Quartalen massiv Marktanteile an die Konkurrenten Apple, Samsung und Co. eingebüßt. Für das laufende vierte Quartal (bis Februar 12) rechnen Analysten gegenüber dem Vorjahr mit einem weiteren Umsatzrückgang um 18 Prozent. Beim Gewinn wird ein Einbruch um die Hälfte auf 0,84 Dollar je Aktie befürchtet.

Was kann der neue Besen?

Thorsten Heins soll jetzt den Karren aus dem Dreck ziehen. Der neue Vorstandschef ist seit fünf Jahren im Unternehmen und war zuvor Manager bei Siemens. Der Deutsche steht vor einer Herkulesaufgabe. RIM sieht mit seinen BlackBerry-Smartphones kein Land gegen Apple und Co. Dabei gelten die Kanadier als Pionier der Branche.

Im zweiten Quartal (endete im August 2011) rutschte der Absatz auf 10,6 Millionen Geräte, nach 12,1 Millionen im zweiten Quartal des Vorjahres und 13,2 Millionen im Vorquartal.

Beim Thema Tablet-PCs sieht es sogar noch düsterer aus. RIMs PlayBook fand zuletzt lediglich 200.000 Abnehmer, im Vorquartal waren es auch nicht berauschende 500.000.

Fazit: Der Abstieg des einstigen Börsenlieblings dürfte sich im letzten Quartal fortgesetzt haben, insofern war ein Wechsel an der Spitze längst überfällig. Mike Lazaridis, der die Probleme bei RIM zumindest mitverschuldet hat, wird übrigens Chef einer neu gegründeten Abteilung - für Innovation.

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