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Priceline: Die Reise geht weiter

Sascha Grundmann

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Nach den starken Quartalszahlen von letzter Woche hat die Aktie des Online-Reiseanbieters Priceline.com ein neues 9-Jahreshoch markiert. Wenn es nach dem Chart geht, hat die Notierung trotzdem noch Luft nach oben.

Unverhofft kommt immer öfter: Nachdem bereits einige andere Internet-Unternehmen wie etwa Amazon.com mit den jüngsten Quartalszahlen positiv überraschen und die Erwartungen der Analysten mehr als deutlich schlagen konnten, war das zuletzt auch Priceline.com gelungen. In der vergangenen Woche meldete der Online-Reiseveranstalter für das dritte Quartal eine Umsatzsteigerung um 30 Prozent auf 730,7 Millionen Dollar sowie eine Steigerung des EBITDA um 47 Prozent auf 224,6 Millionen Dollar.

Nach den Zahlen schoss die Priceline-Aktie in die Höhe und markierte im Zuge dessen bei 209,19 Dollar ein neues 9-Jahres-Hoch - über 200 Dollar hatte das Papier zuletzt im Juli 2000 notiert. Wer allerdings glaubt, mit dem Erreichen des  Hochs dürfte der Priceline-Notierung bald die Luft ausgehen, könnte sich irren.

Geht die Rallye weiter?

Da ist zum einen die Bewertung. Auf Basis der Schätzungen für das kommende Jahr beträgt das KGV von Priceline 20. Das ist vor dem Hintergrund des Wachstums des Unternehmens und des Momentums der Aktie nicht zu teuer. Das prognostizierte Wachstum für 2010 liegt bei ungefähr 25 Prozent, könnte allerdings noch angehoben werden. Schließlich hatte Priceline auch schon im zweiten Jahresviertel die Analysten mit starken Zahlen positiv überrascht.

Zum anderen spricht der Chart selbst für das Papier. Die Priceline-Notierung hat seit Anfang des Jahres um überdurchschnittliche 175 Prozent zugelegt. Damit gehört sie zu denjenigen Aktien, die in den kommenden Wochen vom Phänomen des Window Dressing profitieren dürfte. Dann dürften etwa Fonds verstärkt bei den Anteilen des Reiseanbieters zugreifen. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass Priceline bereits schon einmal bei kanpp 1.000 Dollar notierte, erkennt man, dass da noch Luft nach oben ist.

Stoppkurs setzen

Wer auf der Suche nach potenziellen Profiteuren einer Jahresendrallye ist, könnte bei Priceline fündig werden. Bei einem Investment sollten sich Anleger mit einem Stoppkurs bei umgerechnet 100 Euro absichern.

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