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Priceline: Analysten sehen Kurspotenzial von 30 Prozent

Stefan Limmer

Die relative Stärke von Priceline überzeugt in einem turbulenten Marktumfeld. Die veröffentlichten Quartalszahlen lagen erneut über den Erwartungen. Das Unternehmen bleibt weiterhin auf Wachstumskurs.

Das Geschäft der Online-Reisebüros brummt! Der Trend, dass Hotels, Flüge, Mietwagen oder gleich der komplette Urlaub direkt über das Internet gebucht werden, kommt Priceline entgegen. Aufgrund vielfältiger Rabattaktionen und günstiger Angebote im Vergleich zu traditionellen Reisebüros, spielt Priceline den Kosten-Joker voll aus. Dass das Unternehmen hiermit den Nerv der Zeit trifft, ist am Kursverhalten deutlich zu sehen. Die Aktie des Online-Reisportals überzeugt durch eine hohe relative Stärke. Während der S&P 500 seit Anfang Juli ungefähr 15 Prozent an Wert eingebüßt hat, konnte sich der Kurs von Priceline nach einem kurzen Abverkauf relativ schnell erholen. Aktuell steht die Aktie nur knapp unter dem 52-Wochenhoch.

Seit fünf Jahren über den Erwartungen

In diesem Jahr wächst Priceline bisher um 40 Prozent. Im nächsten Jahr erwartet das Unternehmen ein Wachstum von 26 Prozent. Die relativ hohe Bewertung mit einem aktuellen KGV von 37, ist für dieses Wachstumsunternehmen daher noch akzeptabel. Anfang August wurden die Ergebnisse für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2011 veröffentlicht.  Der Umsatz stieg im Berichtszeitraum von 737 Millionen Dollar auf 1,1 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn betrug 256 Millionen Dollar, nach 115 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Analysten rechneten im Vorfeld mit einem Gewinn von 248 Millionen Dollar, bei Umsätzen in Höhe von 1,07 Milliarden Dollar. Priceline schafft somit das Kunststück, seit fünf Jahren ohne Ausnahme, über den Erwartungen der Analysten zu liegen. Die Credit Suisse ist jedenfalls von einer weiteren positiven Entwicklung des Unternehmens überzeugt. Jüngst stuften die Analysten die Aktie mit „Outperform“ ein. Das Kursziel wird bei 720 Dollar gesehen.

Must have für Trend-Trader

Das alte Jahreshoch bei 390,84 Euro sollte nur einen geringen Widerstand im langfristigen Aufwärtstrend darstellen, der seit mehreren Jahren anhält. Sobald der Kurs über diese Marke ausbricht, können Anleger zugreifen. Nach dem Kauf empfiehlt sich ein Stop-Loss bei 350 Euro.

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