Philip Morris International: Ein wirklich guter Zug

Tabakaktien entwickeln sich in der Krise traditionell besser als der Markt. Das liegt daran, dass die Leute auch in der Rezession nicht aufs Rauchen verzichten wollen/können. Bester Beweis hierfür sind die starken Quartalszahlen von Philip Morris International. Zudem macht das Unternehmen mit einem cleveren Coup von sich reden.
Tabakaktien entwickeln sich in der Krise traditionell besser als der Markt. Das liegt daran, dass die Leute auch in der Rezession nicht aufs Rauchen verzichten wollen/können. Bester Beweis hierfür sind die starken Quartalszahlen von Philip Morris International. Zudem macht das Unternehmen mit einem cleveren Coup von sich reden.
Philip Morris International, Hersteller von Marlboro-Zigaretten, hat im vierten Quartal 1,45 Milliarden Dollar oder 0,71 Dollar je Aktie verdient. Damit lag das Ergebnis zwar um acht Prozent unter dem Vorjahreswert, fiel aber deutlich besser aus als von den Analysten erwartet. Diese hatten mit 0,62 Dollar pro Anteilschein gerechnet. Beim Umsatz verbuchte Philip Morris International eine Steigerung von vier Prozent auf 6,12 Milliarden Dollar. Hier hatten die Analysten mit 5,5 Milliarden Dollar gerechnet.
Fern der Heimat
Der Grund für den rückläufigen Gewinn liegt in der Stärke des Dollars. Philip Morris International bilanziert zwar in US-Dollar, macht aber seine kompletten Geschäfte außerhalb der USA. Der Konzern war vor knapp einem Jahr von Altria abgespalten worden. Damit sollte PM International vor möglichen Raucherklagen geschützt werden, die es in den USA immer wieder gibt.
Prognose runter
Für 2009 ist PM International skeptisch. Der Konzern erwartet einen Gewinn je Aktie von 2,85 bis drei Dollar. Die Analysten waren bislang von einem Ergebnis von 3,43 Dollar ausgegangen. Die Anleger sollten sich davon aber nicht abschrecken lassen. Die Aussichten für die Tabakbranche sind gut und für PM International überdurchschnittlich. Das liegt daran, dass die Zahl der Raucher in den vergangenen Jahren dramatisch gestiegen ist. In den Schwellenländern können es sich immer mehr Menschen leisten, Markenzigaretten zu rauchen. Der Marlboro-Kult setzt sich zunehmend auch in diesen Regionen durch.
Cleverer Coup
Darüber hinaus gefällt dem AKTIONÄR die Strategie von PM International. Vor Kurzem hat der Konzern ein Joint Venture mit Swedish Match gegründet. Die schwedische Firma produziert mit über 12.000 Mitarbeitern neben klassischen Tabakwaren auch rauchfreie Nikotinprodukte. Damit reagiert PM International auf die zunehmende Eindämmung des Rauchens in einigen Industriestaaten etwa durch das Rauchverbot in Lokalen. Schnupftabak, tabakhaltige Kaugummis oder Kautabak sollen dafür sorgen, dass der Umsatz durch die Rauchverbote in diesen Staaten nicht zurückgeht.
Fazit: Aktie für schwere Zeiten
Die Aktie von Philip Morris International ist mit einem 2009er-KGV von 12 günstig zu haben. Das Unternehmen bietet eine langfristige Wachstumsstory. Alle 16 Analysten, die den Wert beobachten, empfehlen die Aktie zum Kauf. Dieser Meinung schließt sich DER AKTIONÄR an. Das Kursziel lautet 38 Euro, der Stoppkurs sollte bei 23 Euro platziert werden.
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