Philip Morris: Langer Atem wichtig
Marlboro-Produzent Philip Morris International ist in Europa deutlich weniger Glimmstengel losgeworden. Im dritten Quartal ist der Gewinn gesunken. Die Aktie reagierte mit Kursverlusten – für langfristig orientierte Anleger eine brillante Einstiegsgelegenheit.
Die Schuldenkrise verleidet den Europäern das Rauchen. Der Marlboro-Hersteller Philip Morris International (PMI) ist im dritten Quartal in der Europäischen Union weniger Glimmstengel losgeworden. Dadurch fiel der Gewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum um sechs Prozent auf unter dem Strich 2,2 Milliarden US-Dollar (1,7 Milliarden Euro).
Auch Schwarzmarkt boomt
Philip Morris lieferte 8,1 Prozent weniger Zigaretten in der Europäischen Union aus. Vor allem Italiener, Franzosen, Portugiesen und Spanier hielten sich zurück. Auch in Deutschland schrumpfte der Markt nach Firmenangaben leicht. Der Konzern selbst nannte als Gründe neben der schwierigen wirtschaftlichen Lage in den südeuropäischen Ländern vor allem höhere Steuern sowie den florierenden Schwarzmarkt.

Einsteigen und genießen
Die Aktie reagierte auf diese Nachricht mit Kursverlusten. Für langfristig orientierte Anleger ist dies eine brillante Einstiegsgelegenheit. Die Aktie von Philip Morris war in der Vergangenheit ein Garant für steigende Kurse. Hinzu kommt die aktionärsfreundliche Dividendenpolitik: Während 2008 noch eine Dividende von 1,84 Dollar pro Aktie gezahlt wurde, waren es für 2011 bereits 3,08 Dollar. Für 2012 ist mit einer weiteren Anhebung auf 3,52 Dollar pro Aktie zu rechnen. Die Dividendenrendite beläuft sich damit auf rund vier Prozent.
mit Material von dpa-AFX
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