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Osiris: Milliardendeal mit Genzyme

Bastian Galuschka

Die Stammzellen-Firma Osiris Therapeutics hat eine Kooperation mit dem Biotech-Konzern Genzyme geschlossen. Bis zu 1,38 Milliarden Dollar könnten so in die Kasse des Unternehmens fließen.

Die Stammzellen-Firma Osiris Therapeutics hat eine Kooperation mit dem Biotech-Konzern Genzyme geschlossen. Bis zu 1,38 Milliarden Dollar könnten so in die Kasse des Unternehmens fließen.

Beim Stichwort Stammzellen-Aktien werden die meisten Anleger sofort an bekannte Namen wie Stemcells, Geron oder Aastrom Biosciences denken. Gestern machte jedoch eine ganz andere Firma in den USA Schlagzeilen: Osiris Therapeutics.

Ritterschlag durch Genzyme


Osiris, das sich auf die Entwicklung von Therapien auf Basis adulter Stammzellen spezialisiert hat, gelang es, mit Genzyme einen der ganz Großen in der Biotech-Branche als Partner zu gewinnen. Im Zuge der Kooperation wird Genzyme an Osiris bis zu 1,38 Milliarden Dollar überweisen. Davon fließen 130 Millionen Dollar sofort, weitere 1,25 Milliarden Dollar werden fällig, sollte Osiris bestimmte Meilensteine wie beispielsweise den erfolgreichen Abschluss klinischer Studien oder eine Marktzulassung eines Produkts erreichen.

Projekte weit fortgeschritten

Genzymes Interesse haben vor allem zwei Kandidaten in der Medikamentenpipeline von Osiris geweckt, die zum Teil bereits die entscheidenden Testreihen vor einer möglichen Marktzulassung durchlaufen. Prochymal wird neben der Behandlung diverser Immunstörungen auch bei Morbus Crohn, einer chronischen Entzündung des Magen-Darm-Trakts, getestet. Chondrogen dagegen zielt auf die Behandlung von Arthritis im Knie ab. Der Vertrag sieht vor, dass Osiris die Vermarktungsrechte für beide Produkte in den USA und Kanada behalten, diese in den anderen Ländern aber nun an Genzyme abtreten wird.

Erste Stammzellentherapie vor Zulassung

Mit dem Geld wird Osiris alle laufenden Studien finanzieren, an den Kosten für weitere Testreihen wird sich Genzyme mit 40 Prozent beteiligen. Für eine Zulassung entscheidende Daten von Prochymal werden im nächsten Jahr erwartet. Sollten diese positiv ausfallen, stehen die Chancen gut, dass Prochymal die erste von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA zugelassene Therapie auf Basis adulter Stammzellen wird. Ohne Frage würde das dem gesamten Sektor einen gehörigen Schub verleihen.

Für jeden Anlegertyp etwas

Nachdem die Osiris-Aktie kurz nach der Meldung noch die Gewinnerliste im Nasdaq Biotech Index (NBI) deutlich anführte, gab sie bis zum Handelsende fast das gesamte Plus wieder ab. Nichtsdestotrotz hat sich der Titel in den vergangenen Wochen gut geschlagen. Anleger, die im Stammzellen-Sektor investieren wollen und somit ein gewisses Risiko nicht scheuen, sollten sich das Unternehmen auf die Watchlist nehmen und bei Kursrücksetzern zuschlagen. Eher risikoscheue Naturen investieren dagegen in Genzyme, die Biotech-Empfehlung des Aktionärs in Ausgabe 45/08.

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