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Märkte zum Wochenbeginn unentschlossen. Händler an der Wall Street starten mit Vorsicht in die neue Berichtssaison

Ning Wang

US-Märkte hatten keine eindeutige Richtung aufgrund fehlender Konjunkturdaten. Auftakt der Berichtsaison machte der US-Aluminiumhersteller Alcoa, dessen Chef Klaus Kleinfeld eine weltweit gesteigerte Nachfrage von Aluminium in 2012 prognostiziert.

Der Handelsauftakt am Montag startete zunächst freundlich aber zeigte sich im Tagesverlauf unentschieden und vorsichtig. 
Die Papiere des größten US-Aluminiumhersteller Alcoa legten zeitweise über 2 Prozent zu. Alcoa-Chef Klaus Kleinfeld, hatte am vergangenen Freitag angekündigt die Produktion wegen sinkender Metallpreise und schwacher Nachfrage zu senken. Experten sahen die Titel von Alcoa zum Teil unterbewertet und empfahlen den Erwerb der Aktie noch vor deren Quartalsbericht nach Börsenschluß. Die Aktie kostete vor gut einem Jahr, Anfang 2011 noch 16 Dollar und gab zuletzt auf 9 Dollar nach. Doch trübe Ergebnisse dürften die Aktie weiterhin belasten, im abgeschlossenen Quartal des Vorjahres hat das Unternehmen ein Minus von 191 Mio. Dollar verbüßt auch wenn der Umsatz im Jahresvergleich um sechs Prozent auf 5,99 Mrd. Dollar zulegen konnte.

Der Dow Jones schloss mit einem Plus von 0,27 Prozent auf 12.393 Punkten. Der Nasdaq Composite legte den dritten Tag in Folge zu. Er legte um 0.09 Prozent und erreichte 2.677 Punkte. Auch der breiter gefasste S&P 500 gewann hinzu und ging mit 1.281 Zählern aus dem Handel.

Gewinner waren die Titel des Videodienstanbieters Netflix. Anleger sahen die Offensive des Unternehmens seine Dienste nach Europa zu erweitern als freudiges Signal, dass es noch Spielraum in der Branche zur Expansion geben wird. Netflix-Gründer Reed Hastings hatte angekündigt auch in Europa innerhalb kurzer Zeit "Millionen von Abonnenten" gewinnen zu wollen. Der Aktienkurs des größten Filme- und Videos-on-demand Anbieters in den USA stieg an der Technologiebörse in New York teilweise über acht Prozent auf 90 Dollar an.

Auch das Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy war im Fokus der Anleger, die neben den Themen wie die Präsidentschaftswahlen und den bisherigen Sorgen um die US-Konjunktur, Europa als ein wichtiges Vehikel für die Genesung der Märkte weltweit sehen. "Niemand möchte die Schwankungen der Märkte vom Herbst vergangenen Jahres wieder erleben", so ein Händler auf dem Parkett der NYSE. Eine schnelle Erholung der Euroländer würde nach Ansicht von Experten zu einer Beruhigung der Märkte führen und auch das schwindende Vertrauen der Anleger weltweit zurückbringen.

Auch wenn die USA im vergangenen Monat über 200.000 Jobs außerhalb der Landwirtschaft geschaffen hat, die Bürger sind hoch verschuldet. Die Verbraucherkredite im November sind so stark wie seit 2001 nicht mehr gestiegen. So häufig zückten die US-Verbraucher die Kreditkarte zum bezahlen, dass die Verschuldung um 8,5 Prozent auf 5,6 Mio. Dollar anstieg. 

Für die angelaufene Woche erhoffen sich die Investoren mehr Orientierung an den Unternehmensberichten, speziell deren Ausblicke für das kommende Quartal und 2012. Geschaut wird aber auch am Mittwoch auf den Beige Book Bericht der US-Notenbank und die Verbrauchervertrauenswerte der Universität Michigan am Freitag.

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