Intel und First Solar im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau I
Die Börse am Sonntag möchte antizyklisch bei Intel einsteigen und stellt zwei passende Derivate vor. Die Euro am Sonntag sieht Hoffnungsschimmer bei First Solar. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Börse am Sonntag verweisen auf Befürchtungen, wonach sich die Nachfrage nach Computer-Chips verringern soll. Der Vorstand von Intel hatte bereits Anfang vergangenen Monats das Umsatzziel für das dritte Quartal gesenkt. Nun legte der weltgrößte und hochprofitable Halbleiter-Chip-Produzent die Zahlen für das dritte Quartal vor. Trotz teilweise deutlicher Rückgänge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind die Ergebnisse wieder einmal solide. Intel dürfte auch die aktuelle Flaute im Geschäft meistern. Ein Grund für die momentane Kaufzurückhaltung bei herkömmlichen Computern und tragbaren Rechnern, wie sogenannten Notebooks, ist das Warten der Nutzer auf das neue Betriebssystem Windows 8 von Microsoft. Zudem arbeitet das Management von Intel daran, endlich richtig Fuß zu fassen im Geschäft Chips mit den sich sehr gut verkaufenden tragbaren, flachen Schreibtafel- oder Notizblock-Rechnern, also sogenannten Tablet-Computern, sowie Mobiltelefonen mit mehr Computer-Funktionen- und Anbindungen als herkömmliche Geräte, also sogenannte Smartphones. Intel hat das nötige Geld und die nötigen Fachleute, um dieses Ziel zu erreichen. Vorstandsvorsitzender Paul Otellini setzte die Ziele für das laufende vierte Quartal, trotz der Hoffnungen auf Windows 8, wie gewohnt konservativ an. Die langfristigen Aussichten bleiben vielversprechend, schließlich setzt sich der Trend fort, in immer mehr Lebensbereichen Computer einzusetzen. Aus fundamentaler Sicht überzeugen ferner die Ergebnisse, die hohen Gewinnspannen sowie die freundliche Aktionärspolitik mit Dividenden und Rückkäufen von Aktien. Bei einem Rückgang des Gewinns je Aktie von 2,39 auf 2,13 Dollar beliefe sich das KGV lediglich auf rund 10.
Da Intel die Nummer 1 der Chip-Produzenten bleiben dürfte, sollten langfristig und antizyklisch investierende Anleger die Aktie jetzt kaufen. Risikobereite Anleger sollten demnach auch das endlos laufende Bull-Zertifikat (WKN CM2 HV6) der Commerzbank auf Intel kaufen. Dieser Schein ist mit einem Basis-Preis bei 16,34 Dollar, einer Totalverlust-Schwelle bei 17,01 Dollar und einem Hebel von derzeit 4,1 ausgestattet. Auch das ebenfalls open end aufgelegte Long-Zertifikat (WKN TB6 QSA) von HSBC Trinkaus ist attraktiv. Dieser Schein weist eine Basis bei 16,63 Dollar, eine Knock-out-Schwelle bei 17,47 Dollar und einen Hebel von aktuell 4,2 auf. Wer auf sinkende Aktienkurse von Intel setzen möchte, sollte den endlos laufenden Put-Optionsschein (WKN DZB 0KY) der DZ Bank erwerben. Bei diesem Schein liegen der Basispreis bei 27,58 Dollar, die Totalverlust-Schwelle bei 26,27 Dollar und der Hebel bei momentan 3,4.

Die Euro am Sonntag: Die Sonne geht auf
Wenn Barack Obama die Wahl zum US-Präsidenten gewinnt, könnte er nach Ansicht der Experten der Euro am Sonntag energischer für erneuerbare Energien eintreten. Bislang stößt der als Befürworter solcher Energien geltende Obama mit seinen Plänen auf Widerstand im Parlament. First Solar würde als weltgrößter Hersteller von Dünnschicht-Solarmodulen davon profitieren. Doch auch wenn Obama verliert, bleibt First Solar einer der wenigen Solar-Konzerne, denen Analysten zutrauen, nachhaltige Gewinne zu erwirtschaften. Das KGV für dieses und nächstes Jahr beträgt nur 6 und das KBV lediglich 0,6. Das Kursziel liegt bei 30 Euro und der Stoppkurs sollte bei neun Euro gesetzt werden.
Änderungen in Musterdepots der Euro am Sonntag:
Joachim Spiering, Verantwortlicher für das offensiv ausgerichtete Musterportfolio, möchte seine 63 Anteile am börsennotierten Fonds (Exchange Traded Fund, ETF; WKN A0M MBG) auf den Index Amex Gold Bugs wohl mit einem Verlust ausbuchen. Dafür möchte er 160 Stammaktien von BMW mit einem Stoppkurs bei 51,50 Euro, 660 Titel von Celesio mit einem Stopp-Loss bei 13,50 Euro und 1.050 Papiere von Alstria Office REIT mit einer Absicherung bei 8,50 Euro einbuchen.
In dem von Sven Parplies betreuten Momentum-Musterdepot, sind nach rein mathematischen Vorgaben auf Basis der "Relativen Stärke nach Levy (RSL)" die 538 Anteile von LPKF Laser & Electronics wohl mit einem Minus ausgebucht worden. Dafür hat Parplies 4.024 Aktien von Sirius XM Radio zu 2,09 Euro eingebucht. Nun möchte er seine 190 Titel von Gilead Sciences aus dem Musterdepot nehmen und durch Papiere der ING Groep ersetzen.
Änderungen im Musterdepot des Strategie-Reports:
Im Musterportfolio sind die 700 Discount-Zertifikate (WKN AA3 JMU) auf Microsoft etwa zum Einstandskurs ausgestoppt worden.
Änderung in einem Musterdepot des Anlegerbriefes performaxx:
Die Verantwortlichen für das langfristig ausgerichtete Musterportfolio haben 5.000 Anteile der PNE Wind AG zu 1,877 Euro eingebucht.
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