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Hasbro: Angriff der Lizenzmaschine

Sascha Grundmann

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In der vergangenen Woche ist die Fortsetzung des Filmhits „Transformers“ in die Kinos gekommen. Der Spielzeuggigant Hasbro verdient an einem Erfolg in mehrfacher Hinsicht mit.

In der vergangenen Woche ist die Fortsetzung des Filmhits "Transformers" in die Kinos gekommen. Der Spielzeuggigant Hasbro verdient an einem Erfolg in mehrfacher Hinsicht mit.

Es gibt bei Kinofilmen ein Phänomen: Oft sind Fortsetzungen schlechter als das Original. Das betrifft aber in der Regel die Handlung und nicht das Interesse an der Kinokasse. Denn zumeist sind Neuauflagen sogar lukrativer.
Das könnte bald auch der Film "Transformers" beweisen, dessen zweiter Teil seit Mittwoch vergangener Woche in den Kinos läuft. Zwar sind die Vorgaben hoch, immerhin hat der erste, 2007 erschienene Teil bislang weltweit 708 Millionen Dollar eingespielt und sich damit einen Platz unter den 30 erfolgreichsten Filmen aller Zeiten gesichert. Doch für den Nachfolger sieht es gut aus: Bereits an den ersten beiden Tagen spielte "Transformers – Die Rache" allein in den USA 60,6 Millionen Dollar ein. Und bis zum letzten Donnerstag waren es dann schon 239,4 Millionen.

Eine halbe Milliarde mit Spielzeug
Auf einen Erfolg des Streifens, der vollgestopft ist mit neuester Special-Effects-Technik, hofft man auch beim US-Spielzeugkonzern Hasbro. Denn dieser würde gleich in mehrfacher Hinsicht von einem großen Interesse profitieren.
Hasbro verdient zum einen an den Verkäufen der Action-Figuren, die dem Film einst als Vorlage dienten: Die Spielzeugroboter, die sich mit einigen Handgriffen zu Autos und Flugzeugen verwandeln lassen, erschienen das erste Mal in den 1980er-Jahren in den Spielzeuglä­den. Zum anderen spült das Lizenzgeschäft Geld in die Kassen von Rechteinhaber Hasbro: Der Computerspieleentwickler Activision Blizzard etwa will "Transformers"-Games herausbringen und die Fast-Food-Kette Burger King will ihren jüngsten Kunden die Kinder-Menüs mit beigelegten "Transformers"-Figuren schmackhaft machen. Zudem verdient Hasbro an den DVD-Verkäufen. Im Windschatten des ersten "Transformers"-Films hatte Hasbro 482 Millionen Dollar mit Spielfiguren umgesetzt, für das laufende Jahr rechnet Analyst Drew Crum von Stifel Nicolaus vor dem Hintergrund des neuen Films mit Erlösen durch Spielzeug und Lizenzen von 550 Millionen Dollar.
Und nach "Transformers" ist das Thema Film für Hasbro nicht abgehakt. Der Konzern plant bereits seine Rechte an Spieleklassikern auch über das Kino zu Geld zu machen. Wie genau eine Verfilmung von "Monopoly" aussehen soll, ist zwar noch nicht ganz klar. Doch diese Ankündigung verschafft der Hasbro-Aktie Kursfantasie.

Kursfantasie mit Robotern

Mit einem 2010er-KGV von 11 ist Hasbro genau so hoch bewertet wie Spielzeugmarktführer Mattel, Hasbro hat aber mit den "Transformers" momentan einfach die besseren Argumente.

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