Groupon: Der Albtraum-Deal des Tages

Martin Weiß

Die Euphorie um den Börsengang von Groupon ist endgültig verraucht: Die Aktie verlor am Mittwoch weitere 16 Prozent. Damit summiert sich der Verlust in drei Tagen auf 35 Prozent. Anleger, die der Short-Empfehlung des AKTIONÄR gefolgt sind, sollten Kasse machen.

Der Börsengang des Marktführers bei Online-Rabattmarken entwickelt sich für die Aktionäre immer mehr zu einem Desaster. Am Mittwoch verlor der Titel in New York weitere 16 Prozent an Wert und schloss bei 16,96 Dollar deutlich unter dem Emissionspreis (20 Dollar). Begleitet wird die seit dem Wochenbeginn laufende schwere Korrektur von hohen Handelsumsätzen - und jeder Menge Schadenfreude.

Leichtes Ziel

So sehen Verlierer aus:

  • 21.11. - 10 %
  • 22.11. - 15 %
  • 23.11. - 16 %

Wie geht es jetzt weiter? Das Marktumfeld für aufgeblasene Bewertungen bleibt weiter schwierig, insofern dürfte Groupon noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht haben.

Bei einem Kursverlust von 35 Prozent in drei Tagen - mehr als fünf Milliarden Dollar Börsenwert haben sich seit Montag in Luft aufgelöst - ist eine kurzfristige Gegenbewegung trotzdem immer möglich. Längerfristig erwartet DER AKTIONÄR dennoch einstellige Dollar-Kurse. Die Gründe für diese Einschätzung sind hinreichend bekannt.

Anleger, die der Short-Empfehlung des AKTIONÄR (Ausg. 48/11) gefolgt sind, sollten daher zumindest einen Teil ihrer Gewinne realisieren. Mindestens Prozent Kursgewinn in wenigen Tagen sind in diesem Markt schließlich ein Wort. Der Stopp für die restliche Position wird auf Einstand (18,80 Euro) nachgezogen. Das Kursziel verbleibt bei elf Euro.

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