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Gewinne mit Geldminen

Florian Westermann

Die Aktie des Hotel- und Kasinobetreibers Wynn steht hoch in der Gunst der Anleger. Angesichts der rasanten Wachstumsraten im chinesischen Spielerparadies Macau kann das nicht verwundern. Aber auch in Las Vegas laufen die Geschäfte.

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Die Aktie des US-amerikanischen Hotel- und Kasinobetreibers Wynn Resorts konnte seit der Empfehlung des AKTIONÄRS in Heft 50/2010 schon kräftig zulegen. Titel der Tochter Wynn Macau ebenso. Die Spielerstadt Las Vegas hat sich von der Fi­nanz- und Wirtschaftskrise längst erholt und verzeichnet wieder steigende Besucherzahlen. Das Luxusresort Wynn Las Vegas ist mit über 2.700 Zimmern und ei­nem 10.300 Quadratmeter großen Kasino eine der ersten Adressen am Strip. Zusammen mit dem Schwesterre­sort Encore kommt Wynn in Las Vegas auf mehr als 4.700 Zimmer. 

Das "Las Vegas Asiens"

Hauptwachstumstreiber ist die ebenfalls börsengelistete Tochter Wynn Macau. Den Beinamen "Las Vegas Asiens" trägt Macau nicht zu unrecht: 2010 stiegen die Umsätze in den Kasinos der chinesischen Sonderverwaltungszone um 58 Prozent auf umgerechnet 23,5 Milliarden Dollar. Die Experten von CLSA rechnen für 2011 mit einem weiteren Umsatzplus von 20 Prozent, im Jahr 2012 sogar mit 25 Prozent.

Weiteres Resort geplant

Um an dem Boom kräftig mitzuverdienen, wurde im September 2006 das Wynn Macau mit 600 Zimmern eröffnet. Seit dem Frühjahr 2010 sind mit dem Encore noch einmal mehr als 400 Suiten dazugekommen. In dem Neubaugebiet Cotai entsteht auf einem gut fünf Kilometer langen Ab­schnitt die größte Vergnügungsmeile Asiens mit unzähligen Kasinos, Bars und Restaurants. Auch Wynn will hier einen weiteren Komplex errichten. Mit der Fertigstellung ist allerdings nicht vor dem Jahr 2014 zu rechnen.

Glänzende Aussichten

Sowohl für Wynn Resorts als auch für die Tochter Wynn Macau rechnen Analysten auch in Zukunft mit kräftigen Wachstumsraten. 2011 dürfte der Mutterkonzern seinen Umsatz um elf Prozent auf 4,5 Milliarden Dollar steigern können. Beim Gewinn wird inzwischen ein beeindruckendes Plus von 52 Prozent auf 2,72 Dollar je Aktie erwartet. Die Wachstumsraten bei der Tochter Wynn Macau beeindrucken ebenfalls. Bei einem deutlichen Umsatzanstieg um 17 Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar im Jahr 2011 wird ein Gewinnanstieg um 24 Prozent auf 0,12 Dollar je Aktie pro­gnostiziert.

Zwei interessante Investments

Den Titel „Größtes Spielerparadies der Welt" hat Las Vegas längst an die Kon­kurrenz in China abgeben müssen.  Abschreiben darf man die „Sin City", die Stadt der Sünde, deshalb aber noch lange nicht, was die stei­gen­­den Besucherzahlen und Kasino­um­sätze beweisen. Anleger, die sowohl von der Erholung in Las Vegas als auch vom Boom in Macau profitie­ren wollen, greifen beim Mutterkonzern Wynn Resorts zu. Das Kursziel liegt bei 105,00 Euro. Investierte Anleger sollten den Stopp von 62,50 auf 69,50 Euro anheben.

Etwas speku­la­­tiver, weil nur auf einem Markt ver­treten, ist die Aktie der Tochter Wynn Macau. Einen neuerlichen Um­satz­sprung verspricht das geplante Cotai-Resort. Davon profitieren dann sowohl der Mutter- als auch der Toch­terkonzern. Das Kursziel liegt unverändert bei 2,20 Euro. Der Stopp wurde zuletzt von 1,25 auf 1,45 Euro angehoben.

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