Facebook: Rumpelstart zum Börsendebüt
In einem schwachen Marktumfeld hat die Facebook-Aktie am Freitag einen kleinen Gewinn über die Ziellinie gerettet. Zuvor hatte das soziale Netzwerk den größten Börsengang eines Internnetunternehmens hingelegt und seinen Gründer Mark Zuckerberg zum jüngsten Selfmade-Milliardär aller Zeiten gemacht. Sollten Anleger jetzt zugreifen?
Der hohen Erwartungshaltung wurde der Börsengang von Facebook nicht gerecht. Die hohe Bewertung der Aktie in Verbindung mit der schlechten Stimmung am Gesamtmarkt drückten merklich auf die Stimmung der Anleger. Am Ende der Sitzung notierte das neue Schwergewicht an der Börse ganze 0,23 Dollar über dem Ausgabepreis bei 38 Dollar.
Gerüchte: Verkaufsdruck hält an
Dabei hatte der Freitag für die Beteiligten vielversprechend begonnen: Der erste Kurs für die Facebook-Aktie wurde elf Prozent über dem Platzierungspreis von 38 Dollar festgesetzt, anschließend kletterte der Titel weiter bis auf 45 Dollar. Zu diesem Zeitpunkt war der Online-Riese mit rund 120 Milliarden Dollar bewertet.
Dann aber erlahmte das Interesse an der Aktie und die Notierungen begannen zu bröckeln. Anleger, die bei 45 Dollar zugegriffen haben, liegen bereits 16 Prozent im Minus.
Gerüchten zufolge könnte sich der Verkaufsdruck bei Facebook in der kommenden Woche fortsetzen. Wie es am Freitag hieß, habe die Aktie ohnehin nur deshalb nicht im Minus geschlossen, weil Morgan Stanley als Konsortialführer die 38-Dollar-Marke mit massiven Käufen am Markt verteidigt habe.
Zu den großen Gewinnern des Börsengangs zählt hingegen Mark Zuckerberg, der Gründer und Vorstandschef des mit 900 Millionen Nutzern weltweit größten Online-Netzwerks. Zuckerbergs Vermögen wird aktuell auf 17,5 Milliarden Dollar geschätzt.
Auf die Lauer legen
Setzt sich die schwache Entwicklung am Gesamtmarkt fort, wird es Facebook in der kommenden schwer haben, den Ausgababepreis zu verteidigen. Langfristig orientierte Anleger können versuchen mit Abstauberlimiten im Bereich um 33-35 Dollar zum Zug zu kommen.
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