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Enttäuschung bei Cisco hält an

Sascha Grundmann

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Obwohl Cisco am Mittwochabend mit den Zahlen für sein drittes Quartal die Erwartungen des Marktes übertreffen konnte, geriet die Aktie des Netzwerkausrüsters in der Folge ordentlich unter Druck. Was hat für die schlechte Stimmung bei den Aktionären gesorgt?

An und für sich waren die Zahlen, die Cisco am Mittwochabend für sein drittes Quartal bekannt gab, gar nicht so schlecht. Der Netzwerkausrüster hatte in den Monaten Februar bis April einen Umsatz von 10,9 Milliarden Dollar erzielt, immerhin fünf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Und selbst dass der Gewinn um 18 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar zurückging, stellte keine negative Überraschung dar. Im Gegenteil - bei beiden Kennziffern konnte Cisco die Erwartungen des Marktes übertreffen. Entsprechend fielen die ersten Reaktionen des Marktes aus: Die Aktie legte deutlich zu, einige Analysten gaben Kaufempfehlungen aus.

Wenig rosig

Im weiteren Verlauf des nachbörslichen Handels am Mittwoch wendete aber sich das Blatt. Denn dann folgte die Reaktion auf den Ausblick auf das vierte Quartal. Und der fiel gar nicht mehr so rosig aus. Cisco werde im seinem letzen Jahresviertel bei den Erlösen um maximal zwei Prozent auf höchstens 11,05 Milliarden Dollar zulegen. Bislang war der Durchschnitt der Analysten von 11,59 Milliarden ausgegangen. Die Folge am Markt: Nachbörslich fiel das Cisco-Papier am Mittwoch gegenüber dem Schlusskurs im regulären Handel um mehr als drei Prozent. Am Donnerstag ging es weiter runter und auch am frühen Freitag halten sich die Börsianer im US-Handel mit Käufen vornehm zurück.

Kaum kreativ

Es ist aber auch wenig verwunderlich. Dass Cisco als Ausweg aus der aktuellen Misere einen Stellenbau vorsieht - zumindest stellte man das im Rahmen der Zahlenbekanntgabe als Maßnahme vor -, konnte die Anleger nicht wirklich davon überzeugen, dass das Unternehmen zurzeit vor Kreativität strotzen würde. Da sich zudem die Bewertung aktuell nicht auf Schnäppchenniveau befindet - bei einem geschätzten Gewinnwachstum von zehn Prozent ist Cisco mit einem KGV von 10 zwar nicht teuer, aber eben auch nicht spottbillig - zwingt sich ein Einstieg zum jetzigen Zeitpunkt nicht auf. Zumal auch das Sentiment nicht für das Papier spricht. Vor einem Einstieg sollten sowohl eine fundamentale als auch eine charttechnische Wende erkennbar sein.

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