Martin Weiß
Der Hype um Elektroautos geht in die nächste Runde: Tesla plant für Ende Juni den Börsengang. Das IPO ist alles andere als ein Schnäppchen, dennoch dürfte sich ein Kauf der Aktie lohnen.
Der US-Hersteller des gleichnamigen 109.000-Dollar-Elektro-Sportflitzers hatte bereits im Januar seine Pläne für einen Börsengang mitgeteilt, bis dato aber kaum Details genannt. Am Vorabend wurde nun bekannt, dass der Konzern, zu dessen Kunden der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger zählt, von den Anlegern bis zu 178 Millionen Dollar einsammeln will.
Mutige Entscheidung
Insgesamt sollen 11,1 Millionen Aktien des Unternehmens in einer Spanne von 14 bis 16 Dollar platziert werden. Bei Tesla ist man vom Erfolg des IPOs offenbar überzeugt. Aufzeichnungen des Finanzdienstes Bloomberg zufolge haben aufgrund der Finanzkrise in Europa rund drei Dutzend Firmen ihre Börsenpläne kurzfristig auf Eis gelegt, darunter auch solche, die bereits Gewinne erzielen.
Vom Break-even sind die Amerikaner weiter entfernt als die italienische Fußballmannschaft vom Weltmeistertitel. Zuletzt hat der Konzern ein Minus von 290 Millionen Dollar eingefahren.
Dennoch sollte sich das IPO für risikofreudige Anleger lohnen. An der Börse sind Elektroautos "hot", bislang mangelt es jedoch an verfügbaren Titeln. Die verhältnismäßig geringe Anzahl von Aktien, die Tesla zum Kauf anbietet und die lediglich rund zwölf Prozent des Gesamtkapitals ausmachen, spricht ebenfalls für steigende Kurse.
DER AKTIONÄR meint: Tesla ist eine Wette wert.