Florian Söllner
Der Quartalsgewinn der SunPower Corp ist rund 20 Prozent höher gefallen als erwartet. Die Aktie des größten US-Modulherstellers machte daraufhin einen deutlichen Sprung nach oben. Nur der Ausblick bremst ein wenig die Euphorie.
Der Quartalsgewinn der SunPower Corp ist rund 20 Prozent höher gefallen als erwartet. Die Aktie des größten US-Modulherstellers machte daraufhin einen deutlichen Sprung nach oben. Nur der Ausblick bremst ein wenig die Euphorie.
Das passiert in diesen Wochen selten: Ein kristalliner Modulhersteller, der seine Anleger positiv überrascht. SunPower ist dies gestern nach Börsenschluss eindrucksvoll gelungen. Der integrierte Solarkonzern erzielte im vierten Quartal 2008 einen Gewinn je Aktie in Höhe von 0,70 Dollar während die Analysten nur 0,59 Dollar erwartet hatten. Mit Umsätzen in Höhe von 401 Millionen Dollar wurden die Umsatz-Schätzungen fast punktgenau getroffen. Die positive Gewinnüberraschung überstrahlte sogar den deutlich gesenkten Ausblick. 2009 prognostiziert SunPower nun nur noch Erlöse zwischen 1,6 und 2,0 Milliarden Dollar. Im November 2008 hatte die US-Firma noch Umsätze im Bereich von 2,0 bis 2,1 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Die Schätzung für den Gewinn je Aktie im Jahr 2009 liegt bei 1,40 bis 1,90 Dollar.
US-Versorger kaufen
SunPower zeigt sich zuversichtlich, sich im schwierigen Solarjahr 2009 relativ gut zu behaupten. Hilfreich hierbei ist die hohe Effizienz der SunPower-Module. Mit diesen würden 22 Prozent des absorbierten Sonnenlichtes in Strom umgewandelt. Industriestandard sind derzeit nur 15 Prozent. Auch profitiert der Modulbauer von der Präsenz im wichtigen Solar-Wachstumsmarkt USA. Nordamerikanische Versorger hätten bereits Solarmodule mit einer Kapazität von mehr als 1.000 Megawatt geordert.
Nachbörslich hat die SunPower-Aktie mit einem rund zehn prozentigen Kursplus auf die besser als erwarteten Q4-Zahlen reagiert. Auch den europäischen Solar-BlueChips wie Solarworld und Q-Cells dürfte diese positive Meldung helfen, sich nach ihren gestrigen Kursverlusten wieder zu stabilisieren.