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Die Super-Aktien (Teil 2): Amazon.com

Dominik Schertel

Sie sind der Traum eines jeden Börsianers: Aktien, die über Jahre hinweg kontinuierlich steigen und dem Anleger hohe Gewinne bescheren. Zugegeben, sie haben Seltenheitswert – aber es gibt sie. Es handelt sich meistens um Unternehmen, die wegen eines guten Geschäftsmodells und einer starken Marktstellung durchaus auch weiterhin Kursgewinne versprechen. Denn eines ist Fakt: Befindet sich eine Aktie in einem langfristigen Aufwärtstrend, ist die Wahrscheinlich hoch, dass sich dieser Trend fortsetzt.

DER AKTIONÄR stellt in seiner neuen Serie einige dieser Super-Aktien vor:

Amazon.com Performance in zehn Jahren: 1.541 Prozent - 32,2 Prozent pro Jahr

Vom kleinen US-Buch- und Musikladen im Internet zum weltweit größten Online-Einzelhändler mit einem geschätzten Jahresumsatz (2011) von 49 Milliarden Dollar: Jeff Bezos, der Gründer, CEO und Großaktionär von Amazon.com hat dieses Kunststück in gerade einmal 16 Jahren fertiggebracht. Amazon ist aber noch mehr: Einer der größten Anbieter von Speicherplatz in der Cloud, Apple-Konkurrent (mit dem Kindle Fire) und Social-Community-Betreiber (mit LivingSocial). Der Erfolg in den unterschiedlichsten Geschäftsfeldern spiegelt sich eindrucksvoll im Kursverlauf der Aktie seit 2001 wider. Der Anstieg um mehr als 1.500 Prozent in dieser Zeit ist neben dem kontinuierlichen Wachstum aber auch Amazons Nimbus als "sicherer Hafen" zu verdanken. In Krisenzeiten gilt der Titel als erste Wahl, die Bewertung ist dabei zweitrangig. So erklärt sich auch das für einen Einzelhändler weit überdurchschnittliche KGV von 89 (EPS-Schätzung 2012e).

Schwächeperiode nutzen
Charttechnisch spricht einiges für eine größere Korrektur der Aktie - und einen attraktiven Einstieg zu einem späteren Zeitpunkt. Mit dem Bruch des horizontalen Widerstands bei 180 Dollar wurde ein Verkaufssignal generiert. Setzt sich die Schwäche fort, dürfte auch die 165er-Marke nicht halten. Anleger sollten spätestens bei 135 Dollar zugreifen.

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