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Die Lieblingsaktien der Redaktion (Teil 16)

Bastian Galuschka

2011 war ein nervenaufreibendes und am Ende sehr schwaches Börsenjahr: DAX, TecDAX und Co verbuchten teils deutliche Verluste. Nun fragen sich die Anleger: Wo sollte man 2012 investiert sein? Welche Aktien sind interessant und haben das Potenzial, den Markt in den kommenden Monaten hinter sich zu lassen? In seiner Serie "Die Lieblingsaktien der Redaktion" gibt DER AKTIONÄR auf diese Fragen die richtigen Antworten.

Als großer Videospielefan schaue ich mir gerade auch immer Aktien aus diesem Bereich an, wenn es um den Ausblick für das neue Jahr geht. Denn allen Unkenrufen zum Trotz wird in diesem Sektor auch weiterhin gutes Geld verdient. Klar, die Spieler sind anspruchsvoller geworden und investieren ihr Geld in der Regel nur mehr in wenige ausgewählte Titel. Hat ein Unternehmen aber genau ein solches Top-Spiel in der Entwicklung, sollten Anleger aufmerksam werden. So hat Activision Blizzard mit dem neuesten Spross der Actionreihe „Call of Duty", „Call of Duty: Modern Warfare 3", im Herbst 2011 in nur 16 Tagen nach Veröffentlichung die Milliarden-Dollar-Umsatzschwelle erreicht. Es schaffte diese Marke damit sogar einen Tag eher als der Kinorenner „Avatar". Doch welcher Spieleentwickler hat den nächsten Renner?

Take-Two wird zurückschlagen

Meiner Meinung nach wird Take-Two Interactive mit dem fünften Teil der „Grand Theft Auto"-Reihe (GTA) zurückschlagen und „Call of Duty" einen heißen Kampf um das erfolgreichste Spiel 2012 liefern. „GTA V", bei dem man als "böser Bube" aller Voraussicht nach wieder einmal eine fiktive Stadt unsicher machen darf, wurde im November 2011 endlich offiziell angekündigt. Allerdings fehlt noch ein Releasetermin. Ich rechne mit dem Release in diesem Jahr, hat der Vorgänger „GTA IV" doch mittlerweile bereits knapp drei Jahre auf dem Buckel.

Gerüchten zufolge könnte die Veröffentlichung bereits im Mai erfolgen. Sollte „GTA V" den Erfolg des Vorgängers nur ansatzweise wiederholen können, stünde die Take-Two-Aktie vor einer Kursexplosion. Denn „GTA IV" erlöste in nur einer Woche 500 Millionen Dollar. Zum Vergleich: Take-Two ist aktuell an der Börse gerade einmal knapp 1,2 Milliarden Dollar wert.

Breiter aufgestellt

Kritiker haben in der Vergangenheit immer wieder angemahnt, dass Take-Two gerade von einem einzigen Blockbuster wie GTA abhängig sei. Ein Jahr ohne einen GTA-Teil bedeutete fast immer ein Jahr mit Verlusten für Take-Two und damit auch Verlusten für die Aktionäre. Mittlerweile hat sich das aber aller Voraussicht nach geändert. Analysten erwarten für das im März endende Geschäftsjahr 2011/12 einen Umsatz von 1,03 Milliarden Dollar und einen Gewinn je Aktie von 0,16 Dollar. 2012/13 soll sich dieser bei Erlösen von 1,61 Milliarden Dollar auf 2,23 Dollar je Aktie vervielfachen. Daraus ließe sich ein KGV von 6 ableiten.

Möge das Spiel beginnen

Sollte „GTA V" den Gamern nur ansatzweise soviel Spaß machen wie der Vorgänger, traue ich der Take-Two-Aktie in diesem Jahr 50 Prozent Kurspotenzial zu. Als besonderes Schmankerl spielt bei Take-Two im Übrigen auch immer etwas Übernahmefantasie mit hinein. Gamer kaufen sich folglich  „GTA V" und holen sich die Kosten hierfür mit dem Gewinn einer kleinen Aktienposition bei Take-Two wieder herein.

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