Alfred Maydorn
Alles andere als sonnig waren die gerade vorgelegten Zahlen des US-Solarunternehmens Sunpower. Umsatz und Gewinn lagen im ersten Quartal deutlich unter den Erwartungen der Analysten. Aber es gibt auch einige Lichtblicke inmitten des schattigen Ergebnisses.
Alles andere als sonnig waren die gerade vorgelegten Zahlen des US-Solarunternehmens Sunpower. Umsatz und Gewinn lagen im ersten Quartal deutlich unter den Erwartungen der Analysten. Aber es gibt auch einige Lichtblicke inmitten des schattigen Ergebnisses.
Gestern hat Sunpower nach Börsenschluss seine Zahlen für das erste Quartal vorgelegt und dabei die sehr niedrigen Erwartungen der Analysten deutlich verfehlt. Der Umsatz erreichte gerade einmal 214 Millionen Dollar und lag damit weit unter den erwarteten 269 Millionen Dollar. Noch enttäuschender entwickelte sich der Gewinn: Um Sonderfaktoren bereinigt wurde ein Nettogewinn von 0,05 Dollar pro Aktie ausgewiesen. Hier hatten die Analysten durchschnittlich 0,24 Dollar je Anteilschein erwartet.
Schwieriges Quartal, schnelle Reaktion
Sunpower-Chef Tom Werner gab in Anbetracht des enttäuschenden Ergebnisses auch unumwunden zu, dass man das schwierigste Quartal seit dem Börsengang im Jahr 2005 hinter sich habe. Die Finanzkrise und die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hätten das Ergebnis verhagelt. Aber es gab auch positive Töne: So habe man trotz des Gegenwindes hohe Margen erzielt und ein positives Ergebnis abgeliefert. Überdies habe man auf die veränderten Bedingungen reagiert und auf eine nachfrageorientierte Produktion umgestellt.
Durchwachsener Ausblick
Der Ausblick auf das laufende Jahr fiel verhalten positiv aus. Man erwarte bei Umsätzen zwischen 1,3 und 1,7 Milliarden Dollar einen Gewinn von 1,25 bis 1,75 Dollar pro Aktie. Nimmt man die Mittelwerte, kommt man auf einen Umsatz von 1,5 Milliarden Dollar und einen Gewinn von1,50 Dollar je Aktie. Damit liegt die Umsatz-Prognose leicht unter den Schätzungen der Analysten, die bisher durchschnittlich von Umsätzen in Höhe von 1,56 Milliarden Dollar ausgegangen waren. Beim Gewinn hatten die Analysten mit 1,90 Dollar pro Aktie im Schnitt aber deutlich mehr erwartet
Mehr Schatten als Licht
Unter dem Strich bleibt ein enttäuschendes Ergebnis mit wenigen Lichtblicken festzuhalten und ein halbwegs akzeptabler Ausblick. Die Aktie verliert nachbörslich nochmals deutlich, nachdem sie bereits im Tagesverlauf um fünf Prozent nachgegeben hatte. Mit aktuell 24 Dollar (18,40 Euro) notiert Sunpower um 23:30 Uhr insgesamt rund 12 Prozent tiefer als am Vortag. Die vorgeschlagene kurzfristige Spekulation auf gute Zahlen und entsprechend steigende Kurse ist nicht aufgegangen ("Solare Zahlenspekulation").
Steigende Kurse möglich?
Trotz der schwachen Zahlen könnte die Aktie in den nächsten Tagen sogar zulegen. Denn eine Reihe von Analysten hatte ein noch weitaus schwächeres Ergebnis erwartet und immerhin hat die Aktie seit Jahresbeginn schon rund 30 Prozent und im Vergleich zum All-Time-High über 80 Prozent an Wert verloren. Allerdings sollten Positionen unbedingt mit einem Stopp bei 20,50 Dollar oder umgerechnet 15,70 Euro abgesichert werden.