Dendreon hat erneut positive Daten zu seinem Krebsimpfstoff Provenge vorgelegt. Die Aktie kann davon profitieren. Doch das dürfte nur ein Vorgeschmack auf das sein, was mit dem Papier im Falle der Zulassung passiert. Die Entscheidung darüber fällt bald.
Dendreon hat am gestrigen Mittwoch zusätzliche Daten aus klinischen Studien mit seinem Medikamentenkandidaten Provenge vorgelegt. Nach Angaben des Unternehmens belegen die Resultate die Ergebnisse früherer Tests, nach denen die Drei-Jahres-Überlebensrate von Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakrebs durch die Gabe des Krebsimpfstoffes um 40 Prozent gesteigert werden konnte. Die Aktie von Dendreon legte nachbörslich in den USA um drei Prozent zu.
Entscheidung voraus
Sollte Dendreon die Zulassung für Provenge erhalten, können sich Anleger wohl über noch deutlich höhere Gewinne freuen. Schließlich wäre Provenge das erste Medikament einer neuen Klasse sogenannter Krebsimpfstoffe überhaupt, das auf den Markt kommt. Analysten trauen dem Mittel, welches das körpereigene Immunsystem gegen die Krebszellen in Stellung bringt, Spitzenumsätze von mehreren Milliarden Dollar pro Jahr zu. Ob es dazu kommt, wird sich schon bald weisen. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat eine Entscheidung bis zum 1. Mai 2010 angekündigt.
Zielkurs wird angehoben
Nach den jüngsten Kurssteigerungen hat die Aktie von Dendreon das im Mai 2009 ausgegebene Kursziel von 25 Euro erreicht. Seit Empfehlung steht damit ein Gewinn von rund 78 Prozent zu Buche. DER AKTIONÄR geht im Vorfeld der Entscheidung von weiteren Kurssteigerungen aus und erhöht das Kursziel auf 30 Euro. Der Stoppkurs wird zur Absicherung auf 20 Euro angehoben.
DER AKTIONÄR geht zwar von einem positiven Votum der FDA aus, doch in den letzten Jahren hat sich Behörde als wenig berechenbar erwiesen. Anleger, die auf Nummer sicher gehen wollen, sollten zumindest einen Teil der bisher erzielten Gewinne in trockene Tücher bringen.
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