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Coca-Cola’s zwei Seiten

Steffen Eidam

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Coca-Cola setzt sein weltweites Wachstum auch im dritten Quartal fort – allerdings mit höchst unterschiedlichen Raten. Die Analysten bleiben vorsichtig für die Aktie des Getränkegiganten.

Die Schwellenländer, allen voran Indien mit einem Erlösplus von 17 Prozent im dritten Quartal, sind der wichtigste Wachstumstreiber beim Getränkekrösus. Hingegen bietet Europa und Nordamerika noch deutlich Aufholpotenzial.

Umsatz steigt um 45 Prozent - Gewinn um 10 Prozent

Im dritten Quartal konnte der Erfrischungsgetränke-Produzent sein Ergebnis von 2,06 auf 2,22 Milliarden Dollar ausbauen. Neben höheren Preisen sorgten günstige Währungseffekte sowie die Übernahme der Flaschenabfüllung in Nordamerika für einen Gewinn vor Sonderposten von 1,03 Dollar je Aktie  - die Zahl lag somit leicht über den Erwartungen. Das hohe Umsatzplus ist vor allem auf die Übernahme von CCE zurückzuführen. Wachstumstreiber waren abermals die Regionen Lateinamerika, Asien und Afrika, während der Heimatmarkt und das Geschäft in Europa nur wenig zulegen konnten. Erfreulich: Der Konzern wies darauf hin, dass die Einsparungen bis zum Jahresende voraussichtlich die geplanten 400 bis 500 Millionen Dollar übertreffen werden.

Vorsicht bei Analysten

Die Experten von Independent Research haben ihre Einstufung für Coca-Cola nach Zahlen mit "Halten" und einem Kursziel von 73 Dollar bestätigt. In der Begründung hieß es, die Zahlen waren solide und hätten im Zeichen der Konsolidierung des Abfüllers CCE gestanden. Für 2012 wurde die Gewinnschätzung je Aktie um vier Prozent gekürzt, da das Produktportfolio einen zu hohen Anteil an kohlensäurehaltigen Getränken aufweise. Diesen gelte es zu verbessern. Zudem könne eine Verschlechterung des konjunkturellen Umfelds den schleppenden Absatz in Europa und im Heimatmarkt behindern. Hingegen kann sich Coca-Cola weiter auf seine überragende Marktstellung bauen.

Die Finanzexperten der UBS wiesen in ihrer Analyse darauf hin, dass der Getränkekonzern für das zukünftige Absatzwachstum höhere Preise zahlen müsse. Auch Wechselkurseffekte dürften negativ zu Buche schlagen. Daher wurde das Kursziel von 78 auf 73 Dollar reduziert. Insgesamt sollte Coca-Cola ein solides Absatzwachstum von vier Prozent in 2012 fortsetzen können. Die Aktie sei aktuell weiter eine Halteposition.

Dauerbrenner

Die Aktie des Getränkeherstellers eignet sich insbesondere auf dem reduzierten Niveau für mittel- bis langfristig orientierte Anleger. Die solide finanzielle Basis sowie die hervorragende Marktstellung dürften dafür sorgen, dass die anvisierten Wachstumsziele erreicht werden. Anleger sollten ihren Stopp auf 39 Euro setzen.

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