Steffen Eidam
Der Getränkekrösus Coca-Cola zieht gegen den großen Rivalen Pepsi vor Gericht. Hintergrund sind die neuen Flaschen von Pepsi, die eine Unterscheidung zukünftig nur schwer möglich machen.
Der Machtkampf unter den traditionsreichen Brauseherstellern Coca-Cola und Pepsi geht in eine neue Runde. Nachdem die beiden Konzerne die erste Verhandlung noch geheim hielten, findet die Fortsetzung nun unter dem Augenschein von Millionen Menschen statt. Kein Wunder, schließlich geht es um viel Geld.
Schlanke Taille sehr beliebt
Viel Wirbel verursacht das Design der neuen Pepsi-Flaschen. Der langjährige Coke-Konkurrent setzt ähnlich wie die Nummer 1 auf eine schlanke Taille und fülligem Oberkörper - eben das Markenzeichen von Coke. Dies wiederum bezeichnet Coca-Cola als Markenverletzung und betrügerisches Verhalten und plädiert auf Schadenersatz in ungenannter Höhe. Beide Streitparteien trafen sich bereits vor zwei Wochen vor einem Gericht in Melbourne.
Coca-Cola wies in diesem Zusammenhang daraufhin, dass diese Flaschenform seit knapp einhundert Jahren ein einzigartiges Erkennungsmerkmal für Coca-Cola sei. Pepsico räumte ein, dass es seit 2007 neue Flaschen benutzt. Gegen ein Recht würde man damit aber nicht verstoßen. Der Fortgang des Verfahrens verspricht Spannung, allein aufgrund des zu vermutenden hohen Streitwerts.
Coca-Cola investiert Milliarden in Russland
Indes forciert Coca-Cola sein Wachstum in Russland. Nach Konzernangaben sollen in den nächsten fünf Jahren drei Milliarden US-Dollar gen Osten fließen. Das soeben in Betrieb genommene Werk in Rostow (Kosten: 120 Millionen Dollar) darf als Vorgriff auf die Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014 gesehen werden. Vom neuen Standort aus sollen Gäste und Athleten versorgt werden. Die Fabrik hat eine Jahresleistung von 450 Millionen Litern.
Durchhänger nutzen
Die Aktie des Getränkeherstellers ist nach wie vor attraktiv. Vor allem mittel- bis langfristig orientierte Anleger sollten den kleinen Rücksetzer zum Kauf nutzen. Die solide finanzielle Basis sowie die breite Aufstellung dürften dafür sorgen, dass die anvisierten Wachstumsziele erreicht werden. Anleger sollten ihren Stopp auf 39 Euro setzen.