Steffen Eidam
Immer mehr Konsumenten kommen auf den Geschmack von süßer Brause. Insbesondere in den Schwellenländern scheint der Durst derzeit nicht zu zügeln. Davon profitiert ganz besonders der Coca-Cola-Konzern und auch deren Anleger.
Die Marke Coca-Cola genießt seit jeher Weltruf. Während sich der Absatz in den westlichen Industrienationen auf einem hohen Niveau stabilisiert hat, tragen mittlerweile vor allem die Schwellenländer mit satten Wachstumsraten zum Erfolg des US-Konzerns bei. Die Aktie honorierte zuletzt diese fundamentale Entwicklung. Anleger sollten ein Auge auf Coca-Cola werfen.
Starkes drittes Quartal
Für den Softdrinkhersteller Coca-Cola verlief das dritte Quartal sehr gut. Der Konzern konnte dabei die Markterwartungen übertreffen. Ohne Sondereffekte kletterte der Gewinn je Aktie auf 0,92 (Prognose: 0,88) Dollar. Im gleichen Zeitraum zog der Absatz um fünf Prozent an, der Überschuss stieg im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent auf 2,06 Milliarden Dollar. Der Pepsi-Konkurrent verwies bei der Präsentation des Zahlenwerks auf die erfreuliche Entwicklung im internationalen Geschäft, wo der Absatz um sechs Prozent zugelegt hat. Am stärksten wuchs hierbei die Region Eurasien/Afrika mit plus zwölf Prozentpunkten. Aber auch das Geschäft in Nordamerika kann sich sehen lassen. Im Heimatmarkt von Coca-Cola zog der Absatz um zwei Prozent an, nachdem im vergleichbaren Vorjahesquartal ein Rückgang um vier Prozent verzeichnet werden musste.
Charttechnisch noch nicht ausgereizt
Trotz der starken Entwicklung hat das Papier von Coca-Cola aus charttechnischer Sicht noch Luft nach oben. An der Heimatbörse (aktuell: 60,34 Dollar) hat sich seit Anfang Juli ausgehend vom Tief bei 50 Dollar ein Aufwärtstrend etabliert. Derzeit scheinen die Käufer noch nicht müde zu werden, so dass ein Anstieg bis in den Bereich von zunächst 62 Dollar wahrscheinlich ist. Nach unten sichert derzeit die 50-Tage-Linie im Bereich von 59 Dollar ab.
Zahlen bestätigen Kursziel
Das Geschäft von Coca-Cola dürfte angesichts der überlegenen Marktstellung auch weiterhin brummen. Der Konzern hat zuletzt seinen großen Abfüller in den Staaten übernommen, um neben der Produktion auch den Vertrieb kontrollieren zu können. Für Coca-Cola-Chef Muhtar Kent ist dies die Voraussetzung für die geplante Verdopplung des Getränkeabsatzes bis zum Jahr 2020. Die Aktie eignet sich insbesondere für mittel- bis langfristig orientierte Anleger. DER AKTIONÄR hält weiterhin an dem Kursziel von umgerechnet 48,00 Euro aus Ausgabe 23/10 fest. Ein Stoppkurs von 37,50 Euro sichert ab.