Michael Herrmann
Coca-Cola blickt auf ein erfolgreiches Quartal zurück. Absätze und Gewinne stiegen deutlich. Der Getränkehersteller profitierte vom Wachstum in den Schwellenländern und der Fußball-Weltmeisterschaft. Die Aussichten sind vorsichtig optimistisch.
Erfrischungsgetränkehersteller Coca-Cola hat im zweiten Quartal deutlich mehr Getränke verkauft. Der Konzern teilte mit, dass der weltweite Getränkeabsatz um fünf Prozent gestiegen ist. Der Umsatz verbesserte sich dadurch von 8,26 Milliarden auf 8,67 Milliarden Dollar. Dabei hat der Konzern von den groß angelegten Werbekampagnen rund um die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika profitieren können. Auch den Gewinn konnte Coca-Cola steigern. Der Überschuss stieg im zweiten Quartal um 16 Prozent auf 2,37 Milliarden Dollar. Pro Aktie bedeutet dies einen Gewinn von 0,88 Dollar. Vor Sonderposten übertraf der Gewinn je Aktie mit 1,06 Dollar die Prognose von 1,03 Dollar.
Schwellenländer bleiben Wachstumsmärkte
Wie schon in der Vergangenheit waren die Erfrischungsgetränke des Konzerns vor allem in Lateinamerika, Russland und Indien gefragt. In Indien schossen die Umsätze um satte 20 Prozent in Höhe. In Europa konnte Coca-Cola hingegen weniger absetzen. In Deutschland stieg der Umsatz zwar um ein Prozent, insgesamt gingen die europäischen Umsätze aber um ein Prozent zurück.
Vorsichtig optimistische Aussichten
Für den Verlauf des restlichen Jahres gab sich Vorstandschef Muhtar Kent vorsichtig optimistisch. Es gebe noch viele wirtschaftliche Unsicherheiten. Er sei aber zuversichtlich, dass Coca-Cola seine Ziele erreichen könne. Auf lange Sicht hat der Konzern ehrgeizige Wachstumspläne. Bis zum Jahr 2020 will Coca-Cola mehr als doppelt so viele Getränke verkaufen. In jedem wichtigen Markt will der Getränkekonzern dabei die Nummer eins werden und insgesamt noch mehr verdienen als derzeit.

Zahlen bestätigen Kursziel
Die vorgelegten Zahlen entsprechen in etwa den Erwartungen der Analysten. Das Geschäftsmodell beinhaltet nur wenige Risiken und bietet auch mittel- bis langfristig ordentliches Wachstumspotenzial. Zwar sind große Kurssprünge nicht zu erwarten, aber für langfristig orientierte Anleger dürfte sich der Einstieg dennoch lohnen. DER AKTIONÄR hält weiterhin an dem Kursziel von umgerechnet 48,00 Euro aus Ausgabe 23/10 fest. Ein Stoppkurs von 37,50 Euro sichert ab.