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Cisco Systems oder Google: Es kann nur einen geben

Martin Weiß

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Milliardenverluste, drohende Pleiten, abstürzende Kurse: Die globale Wirtschaftskrise hält die Börsen fest im Schwitzkasten. Selbst die Creme de la Creme der US-Unternehmen ist nicht immun – mit Folgen gleich in mehrfacher Hinsicht.

Milliardenverluste, drohende Pleiten, abstürzende Kurse: Die globale Wirtschaftskrise hält die Börsen fest im Schwitzkasten. Selbst die in den Leitindizes gelisteten Unternehmen sind nicht immun - mit Folgen gleich in mehrfacher Hinsicht. So kostete der Nachfrageeinbruch im Speichersektor den deutschen Chiphersteller Infineon nicht nur eine Menge Geld. Als erster deutscher DAX-Titel sank der Kurs der Münchener zudem unter die Marke von einem Euro und damit auf Pennystock-Niveau. Ein zweifelhafter Meilenstein, der dazu führt, dass Infineon Ende März aus dem DAX aussortiert wird.

An der Wall Street, dem Epizentrum der Krise, könnte es der Citigroup und General Motors (GM) ähnlich ergehen. Ende vergangener Woche kostete ein Anteilsschein der ehemals größten Bank gerade noch so viel wie ein Hamburger bei McDonald’s. Die zwischenzeitliche Erholung um mehr als 60 Prozent könnte zu spät kommen. Am Verbleib von GM – seit 1925 im Dow gelistet und damit das nach General Electric zweitälteste Indexmitglied – im Dow Jones Industrial Average darf ebenfalls gezweifelt werden. Nach Einschätzung des AKTIONÄRs ist der Autohersteller ein Fall für den Insolvenzverwalter.

Schwammige Voraussetzungen

An Namen für eine mögliche Nachfolge der genannten Firmen mangelt es nicht: Cisco Systems wird der Aufstieg ebenso zugetraut wie Google, Apple und weiteren (hierzulande eher unbekannten) Firmen. Wer letztlich das Rennen macht (und ob es überhaupt ein Rennen gibt), ist völlig unklar.

Anders als für den DAX existieren für den Dow Jones keine verbindlichen Aufnahmekriterien. Ein Unternehmen muss zu den größten des Landes zählen und führend in seiner Industrie sein – das war’s. Über Auf- und Abstieg entscheiden die Herausgeber des Wall Street Journal, auf dessen Gründer der Index zurückgeht.

Fazit: Cisco mit den größten Chancen

Die Zusammensetzung des Dow Jones wird selten geändert, entsprechend hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass es bei einer solchen Umstellung gleich zu mehreren Wechseln kommen könnte. Cisco Systems scheint die besten Voraussetzungen im Technologiesektor zu besitzen. Der Konzern ist groß (85 Milliarden Dollar) und mit weitem Abstand führend in seiner Industrie (Netzwerktechnik/ Internet). Also wichtig. Google ist zwar ebenfalls groß und wichtig, jedoch erscheint das Unternehmen noch zu jung für eine Aufnahme. Apple wiederum könnte der Sprung auf die Blue-Chip-Liste gelingen.

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