Alfred Maydorn
Am Dienstag hat die Aktie von A-Power in den USA ein neues Jahreshoch erreicht. Dieser Anstieg könnte der Startschuss für weitere Kurssteigerungen sein, denn die Aktie des chinesischen Windturbinenherstellers hat aufgrund ihrer niedrigen Bewertung noch viel Luft nach oben.
Knapp 15 Dollar wurden am Dienstag zeitweise für eine A-Power-Aktie gezahlt, soviel wie seit September 2008 nicht mehr. Charttechnisch ist jetzt der Weg in Richtung der alten Höchstkurse frei - diese lagen bei über 30 Dollar und wurden im Sommer 2008 erreicht.
A-Power erobert den US-Markt
A-Power hat in den letzten Wochen gleich serienweise neue Aufträge erhalten. Hervorzuheben ist vor allem eine Order über 240 Windturbinen für eine neue Windfarm in Texas. Hierfür wird A-Power zusammen mit der amerikanischen U.S. Renewable eine Windturbinen-Produktion in den USA aufbauen. Die Kapazität der 1,5 Milliarden Dollar teuren Windkraftanlage wird 1.100 Megawatt betragen und es sollen rund 1.000 Angestellte beschäftigt werden. Das Projekt wird mit 450 Millionen Dollar Staatshilfe aus dem US-Konjunkturprogramm unterstützt.
Neubewertung erforderlich
Der neue US-Auftrag macht eine komplette Neubewertung des Unternehmens erforderlich. Für die kommenden beiden Jahre ist eine Verdopplung der bisher erwarteten Jahresumsätze möglich. Bisher wird für 2010 mit Erlösen von 324 Millionen Dollar gerechnet. Dabei soll ein Gewinn von 1,30 Dollar pro Aktie erzielt werden. Selbst bei diesen nicht aktualisierten Prognosen ist die Aktie mit einem KGV von 11 ausgesprochen attraktiv bewertet.

Auf Kaufniveau
Bisher hat die Aktie von A-Power noch nicht ausreichend auf den neuen Riesenauftrag und den Markteintritt in den USA reagiert. Gelingt der Ausbruch über 15 Dollar, ist mit einem schnellen Anstieg in Richtung 20 Dollar zu rechnen. In Deutschland notiert A-Power aktuell bei 9,81 Euro. Kurse unter 10,00 Euro können zum Kauf genutzt werden. Zur Absicherung empfiehlt sich ein Stopp bei 7,30 Euro.