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Boeings: Korruption bei Dreamliner-Genehmigung?

Steffen Eidam

Die Fehlersuche bei Boeings Langstreckenjet Dreamliner gestaltet sich weiter erfolglos. Neuen Zündstoff birgen Informationen von Reuters, wonach es bei der Genehmigung nicht mit rechten Dingen zugegangen sein soll.

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Trotz fieberhafter Bemühungen rund um die Uhr konnte die Ursache für die Pannenserie beim Dreamliner bis dato nicht gefunden werden. Das Schadensausmaß wächst weiter. Und jetzt liegen auch noch Korruptionsvorwürfe in der Luft.  

Ursache weiter ungeklärt

   
Für die Dreamliner-Flotte gibt es nach wie vor keine Entwarnung. Die bisherigen Untersuchungen der Behörde NTSB im Zusammenhang mit den problembehafteteten Lithium-Ionen-Batterien haben bis dato keine "offensichtlichen Normabweichungen" zu Tage gefördert. Und dies hat zur Folge, dass die Maschinen weiter am Boden bleiben müssen, denn nun werden die Tests erneut ausgeweitet.

Lockerung bei Genehmigung?

Aufgrund der anhaltenden Probleme hat die japanische Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) zusätzliche 379 Flüge gestrichen. Im Detail handelt es sich vom 1. bis 18. Februar um 245 nationale Verbindungen und 134 internationale Flüge mit insgesamt rund 24.300 Fluggästen. Insgesamt beläuft sich die Zahl der Streichungen seit Mitte Januar auf 838 mit potenziell 82.000 Fluggästen. Pikant ist nun das, was die Nachrichtenagentur Reuters aus informierten Kreisen erfahren haben möchte (Belege sollen vorliegen).

Demnach habe das japanische Verkehrsministeriums vor der Erstauslieferung des Dreamliners die Sicherheitsstandards für die Maschine gelockert. Dies wiederum, sei auf Druck der späteren Dreamliner-Kunden All Nippon Airways (ANA) und Japan Airlines (JAL) erfolgt. Sollten die Vorwürde zutreffen, dann wäre dies ein Beleg dafür, wie eng die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Boeing und seinen japanischen Zulieferern sind.  - und auch wie einflussreich die Fluggesellschaften. ANA und JAL wollten auf Anfrage keine Stellung dazu beziehen. Die beiden japanischen Fluggesellschaften haben rund die Hälfte aller weltweit ausgelieferten 50 Dreamliner im Dienst.

Krise spitzt sich zu

Das Startverbot für die Boeing 787 ist weiter intakt und stürzt den Flugzeugbauer tiefer in die Krise. Der Imageschaden infolge der Pannenserie beim Dreamliner wiegt derzeit noch schwerer als der wirtschaftliche. Leicht möglich, dass nun auch noch juristische Probleme hinzukommen. Fazit: Hände weg von der Boeing-Aktie.

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