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Biogen Idec & Co im Fokus

Bastian Galuschka

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Auch am zweiten Tag der JP Morgan Healthcare Konferenz in San Francisco gaben zahlreiche Unternehmen aus der Biotech-Branche einen Ausblick auf das Jahr 2009. Im Blickpunkt am Dienstag standen vor allen Dingen Biogen Idec, Genentech und Genzyme.

Auch am zweiten Tag der JP Morgan Healthcare Konferenz in San Francisco gaben zahlreiche Unternehmen aus der Biotech-Branche einen Ausblick auf das Jahr 2009. Im Blickpunkt am Dienstag standen vor allen Dingen Biogen Idec, Genentech und Genzyme.

Inzwischen ist Halbzeit bei der JP Morgan Healthcare Konferenz. Für die Teilnehmer in San Francisco bietet sich aber nur eine kurze Verschnaufpause, bevor es am Mittwoch in die dritte Runde geht. Auch am Dienstag gaben wieder zahlreiche Unternehmen, darunter auch mehrere Branchengrößen, ein Update über die neusten Entwicklungen. DER AKTIONÄR hat die wichtigsten Fakten.

Biogen Idec: Tysabri – Hoffnungsträger und zugleich Sorgenkind

Die Verantwortlichen bei Biogen Idec erwarten eine weitere Verlangsamung des Wachstums bei Tysabri, Biogen Idecs Blockbuster-Medikament zur Behandlung von Multiple-Sklerose-Patienten. Jüngsten Zahlen zufolge, die Firmenchef James Mullen auf der Healthcare Konferenz bekannt gab, nahm die Zahl der neuen Patienten im vergangenen Quartal nur mehr um 177 Patienten pro Woche zu. Im dritten Quartal lag das Plus bei den Verschreibungen noch bei wöchentlich 277.

Das langsamere Wachstum ist vor allen Dingen daraufhin zurückzuführen, dass im vergangenen Jahr erneut einige Fälle auftraten, in denen Patienten nach der Einnahme von Tysabri an einer seltenen Hirninfektion (PML) erkrankten – eine Person starb sogar. Bereits in der Vergangenheit waren solche Fälle bekannt geworden – Tysabri musste deshalb bereits einmal für einige Monate vom Markt genommen werden.

Trotz allem zeigte sich Mullen optimistisch. So würden die Tysabri-Verschreibungen weiter ansteigen. Ende Dezember wurden 37.600 Patienten mit dem Wirkstoff behandelt. Biogen Idec vermarktet das Produkt zusammen mit dem irischen Pharmaunternehmen Elan. Zu Spekulationen, dass Biogen Idec die Rechte von Elan mittelfristig ganz übernehmen könnte, wollte sich Mullen hingegen nicht äußern.

Nach dem Kursrutsch infolge der Tysabri-Unsicherheit hat sich die Aktie von Biogen Idec mittlerweile stabilisiert. Jüngst trieben den Titel auch Übernahmegerüchte. So wird Pfizer als möglicher Interessent gehandelt. Für ein solches Szenario würde auch sprechen, dass Großaktionär Carl Icahn die Firma liebend gerne veräußern würde. Mutige Anleger können daher auf dem aktuellen Niveau eine Position bei Biogen Idec eingehen.

Genentech: Es wird kräftig investiert

Natürlich war auch der Branchenprimus Genentech auf der Konferenz vertreten. Firmenchef Arthur D. Levinson kündigte an, man werde die Zahl der laufenden Studien im Jahr 2009 deutlich ausweiten. Zu den bereits mehr als 100 laufenden Studien unter anderem gegen Krebs und diverse Entzündungskrankheiten sollen 30 weitere hinzukommen. Durch die teilweise extrem reduzierten Bewertungen vieler kleinerer Biotechfirmen im vergangenen Jahr sieht Levinson lukrative Möglichkeiten für diverse Lizenzvereinbarungen oder Übernahmen. Allerdings sei es durchaus möglich, dass Genentech auch Abschreibungen auf sein Investment-Portfolio vornehmen muss.

Gerüchte, wonach Roche seine Übernahmeofferte für die übrigen 44 Prozent an Genentech auf 95 Dollar anheben werde, wollte er nicht kommentieren. Zuvor hatte Roches Finanzchef Erich Hunziker bestätigt, man würde Gespräche führen. Bis zum Jahr 2010 will Levinson den Cashflow auf 12 Milliarden Dollar steigern – ein ehrgeiziges Ziel.

DER AKTIONÄR hält die Genentech-Aktie weiterhin für eine gute Halteposition. Das Übernahmeangebot seitens Roche dürfte mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit angehoben werden, eventuell sogar über 100 Dollar. Anleger sollten daher dabeibleiben.

Genzyme: 7 Dollar Gewinn je Aktie in 2011

Genzyme, das sich auf Behandlungen von Krankheiten beruhend auf seltenen Gendefekten spezialisiert hat, gab sowohl die Zahlen für das abgelaufene vierte Quartal bekannt, als auch einen Ausblick für die kommenden Jahre.

2008 steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um 21 Prozent auf 4,6 Milliarden Dollar. Der Gewinn im vierten Quartal lag nach vorläufigen Zahlen zwischen 1,01 und 1,04 Dollar je Aktie. Für das Gesamtjahr 2009 stellte Genzyme einen Gewinn von 4,70 Dollar in Aussicht. Die Erlöse sollen zwischen 5,2 und 5,4 Milliarden Dollar liegen. Unternehmeschef Henri Termeer hat auch für die Jahre danach ehrgeizige Ziele. Er will ein jährliches Wachstum von 15 Prozent erzielen. Im Jahr 2011 soll dann unterm Strich ein Gewinn je Aktie von 7 Dollar stehen.

Auf dem aktuellen Kursniveau errechnet sich für die Genzyme-Aktie ein 2009er KGV von 14 bei einer Wachstumsrate zum Vorjahr von 18 Prozent. Damit ist der Titel günstig bewertet. Anleger könne sich daher einige Stücke ins Depot legen.

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