Thorsten Küfner
Die Bank of America hat im zweiten Quartal bedingt durch Sondereffekte einen Verlust von 9,1 Milliarden Dollar verbucht, den Markt damit aber nicht enttäuscht. Dies „gelang“ knapp eine Stunde später jedoch der Investmentbank Goldman Sachs.
Die Bank of America (BoA) hat im zweiten Quartal 2011 einen Verlust von 9,1 Milliarden Dollar verbucht. Im Vorjahreszeitraum hatte der Finanzriese noch einen Gewinn von 2,8 Milliarden Dollar erzielt. Hauptgrund für das schwache Abschneiden im abgelaufenen Quartal waren Altlasten aus dem Hypothekengeschäft. Die BoA musste einer Gruppe von Investoren eine Entschädigung von 8,5 Milliarden Dollar zahlen.
Bereinigt um Sondereffekte erzielte der Konzern einen Überschuss von 3,7 Milliarden Dollar beziehungsweise 0,33 Dollar je Aktie und übertraf damit die Markterwartungen von 0,29 Dollar pro Anteilschein. Auch die Einnahmen lagen mit 13,2 Milliarden Dollar über den Analystenprognosen von 12,3 Milliarden Dollar. Der Wall Street gefiel zudem die solide Entwicklung im Privatkundengeschäft sowie in der Investmentbankingsparte.

Goldman Sachs ungewohnt schwach
Indes hat Goldman Sachs es diesmal nicht wie gewohnt geschafft, die Markterwartungen zu übertreffen. Mit einem Gewinn von 1,85 Dollar steigerten die New Yorker ihren Gewinn zwar deutlich. Analysten hatten allerdings mit einem Ergebnis von rund 2,40 Dollar gerechnet. Die Nettoeinnahmen sanken von 8,84 Milliarden Dollar auf 7,28 Milliarden Dollar. Auch damit lag die Investmentbank unter den Prognosen der Analysten, die mit 8,2 Milliarden Dollar gerechnet hatten.

Abwarten!
Die BoA-Aktie ist fundamental betrachtet ein klarer Kauf. Wie bei vielen anderen Finanztiteln wie etwa der Commerzbank oder der Deutschen Bank, sieht das Chartbild allerdings sehr schlecht aus, weshalb mit einem Einstieg vorerst noch abgewartet werden sollte. Bereits investierte Anleger sollten den Stoppkurs bei 6,40 Euro beachten.
Bei der bereits ausgestoppten Aktie von Goldman Sachs drängt sich der Kauf aktuell nicht auf.