Frank Phillipps
Die wenigsten kennen die Krankheit, aber viele bekommen sie. Und Auxilium hat ein Mittel dagegen. Nun müssen nur noch die Gesundheitsbehörden grünes Licht geben. Dann gibt es Hilfe – und steigende Kurse.
Die wenigsten kennen die Krankheit, aber viele bekommen sie. Und Auxilium hat ein Mittel dagegen. Nun müssen nur noch die Gesundheitsbehörden grünes Licht geben. Dann gibt es Hilfe – und steigende Kurse.
Auxilium ist das lateinische Wort für Hilfe. Helfen will auch das amerikanische Biotech-Unternehmen Auxilium Pharmaceuticals. Und zwar den Menschen, die unter der Morbus Dupuytren leiden. Die Krankheit, die nach ihrem Entdecker, dem französischen Arzt Baron Guillaume Dupuytren benannt ist, ist weitgehend unbekannt, obwohl sie recht häufig vorkommt. Statistisch gesehen erkrankt jeder Fünfte im Alter zwischen 30 und 50 Jahren an den gutartigen Wucherungen des Bindegewebes, die zu einer fortschreitenden Versteifung der Finger führt. Besonders häufig sind Männer jenseits der 50 betroffen.
Neue Hoffnung Xiaflex
Baron Guillaume Dupuytren stellte die Krankheit bereits im Jahr 1832 erstmals vor. Doch seitdem tappen die Forscher bei der Suche nach den Ursachen und einem Heilmittel im Dunkeln. Abhilfe könnte ein neues Medikament schaffen, das von der US-Biotech-Schmiede Auxilium Pharmaceuticals entwickelt wurde.
Das Präparat mit dem Namen Xiaflex hat die drei Phasen der klinischen Entwicklung erfolgreich durchlaufen. Der Zulassungsantrag für den US-Markt wurde bei der zuständigen Behörde FDA eingereicht. Die hat angekündigt, bis zum 28. August dieses Jahres darüber zu entscheiden, ob Xiaflex, dem Experten ein jährliches Umsatzpotenzial von bis zu 250 Millionen Dollar zutrauen, noch in diesem Jahr in den Handel kommen wird.
Zulassungsspekulation
Bei einer recht stattlichen Börsenbewertung von rund 1,2 Milliarden Dollar wachsen die Bäume für die Auxilium-Aktie kurstechnisch nicht mehr in den Himmel, doch DER AKTIONÄR traut dem Titel eine Zulassungsrallye mit einem Potenzial von knapp 40 Prozent zu. Ein Stoppkurs sollte bei 13,50 Euro platziert werden.