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Auf nach Europa!

Urlaubszeit ist Reisezeit. Und kaum einer reist so viel wie die Deutschen. Dabei bevorzugen unsere Landsleute immer noch das gute alte Reisebüro statt des Internets, wenn es um das Buchen ihres Urlaubs geht: Laut der Studie eines Tourismusforschungsinstituts wurde in Deutschland im Jahr 2005 lediglich jede vierte Reise im Web gebucht. Und diese Quote ist auch im Jahr 2006 nur mäßig gewachsen.

Der US-Reiseanbieter Priceline entdeckt den Alten Kontinent als Wachstumsmarkt für sich.

Urlaubszeit ist Reisezeit. Und kaum einer reist so viel wie die Deutschen. Dabei bevorzugen unsere Landsleute immer noch das gute alte Reisebüro statt des Internets, wenn es um das Buchen ihres Urlaubs geht: Laut der Studie eines Tourismusforschungsinstituts wurde in Deutschland im Jahr 2005 lediglich jede vierte Reise im Web gebucht. Und diese Quote ist auch im Jahr 2006 nur mäßig gewachsen. Sie liegt bei weitem nicht so hoch wie etwa in Großbritannien, wo bereits jede zweite Reise online reserviert wird. Doch selbst auf der Insel macht sich der Bereich der Online-Buchungen im Verhältnis zu den USA bescheiden aus; der Markt jenseits des Großen Teichs wird von vielen Beobachtern sogar bereits als gesättigt angesehen. Kein Wunder also, dass sich US-Unternehmen derzeit auf dem Alten Kontinent umschauen. Priceline, ein Konzern aus dem Bundesstaat Connecticut, ist jedenfalls schon dabei, sich das Potenzial in Europa zunutze zu machen.

Kurse von fast 1.000 Dollar

Zu Zeiten des Internet-Hypes an der Börse war die Aktie von Priceline einer der begehrtesten Titel aus dem Online- Sektor, im April 1999 bezahlte man am Aktienmarkt 990 Dollar (splitbereinigt) für ein Priceline-Papier. Priceline sorgte damals mit seinem Geschäftsmodell für Aufmerksamkeit: Der Priceline- Kunde gibt an, welche Summe er für Flugreisen, Hotelzimmer oder Mietwagen zu zahlen bereit ist. Priceline wiederum macht sich dann auf die Suche nach einem Anbieter, der diesen Preis akzeptiert und sein Produkt oder seine Leistung dafür abgibt. So kommt der Handel zustande – quasi eine Auktion mit umgekehrten Vorzeichen. Mittlerweile kann man sich zwar über die Priceline-Webseite auch „normal“ nach Flügen und anderem umschauen. Das macht die Angebote des Unternehmens aber nicht weniger attraktiv. Und in diesen Genuss kommen jetzt auch die Europäer. Denn mit Internetseiten wie priceline.co.uk, Bookings. com und Activehotels.com hat Priceline schon mehr als einen Fuß in der europäischen Tür. Dass diese Strategie die richtige ist, beweisen die jüngsten Zahlen: Im vergangenen Quartal wuchs das Europa-Geschäft um mehr als 90 Prozent.

Europa schafft Fantasie

Einen Aktienkurs von knapp 1.000 Dollar wird die Aktie von Priceline in nächster Zeit voraussichtlich nicht sehen, selbst wenn sie sich – wie im vergangenen Jahr geschehen – im Kurs verdreifachen würde. Das starke Wachstum in Europa macht die Aktie dennoch zu einem interessanten Investment.

Kursziel für Priceline: 60,00 Euro. Stopp: 36,00 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 32/2007.

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