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Apple pulverisiert mit Q2-Gewinn Prognosen

Martin Weiß

Die Erfolsstory bei Apple hat sich auch in den ersten drei Monaten 2012 unvermindert fortgesetzt und dem Konzern für sein zweites Quartal Traumzahlen beschert. Die Aktie hob nach der Veröffentlichung ab.

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Allen Unkenrufen zum Trotz hat Apple in den zurückliegenden drei Monaten sein enormes Wachstumstempo beibehalten. Die schnell steigende Nachfrage nach iPhone, iPad und Co. in China und Taiwan bescherte den Amerikanern ein weiteres Ausnamahmequartal. An der Börse feierten die Anleger das Ergebnis: Die Aktie schoss nach der Veröffentlichung am späten Abend im nachbörslichen Handel auf 600 Dollar, nachdem sie im regulären Geschäft an Wert verloren hatte.

Apple-Wahn vom Feinsten

Wie Apple mitteilte, stieg der Absatz bei den iPhones gegenüber dem Vorjahr um annähernd das Doppelte auf 35 Millionen Geräte. Analysten hatten im Schnitt mit 30 Millionen verkauften Einheiten kalkuliert. Apple erzielt rund die Hälfte seiner Umsätze mit dem Kulthandy, entsprechend genau verfolgen die Brachenprofis hier die Entwicklung.

Starke Wachstumsimpulse lieferte den Amerikanern das Asiengeschäft. In China, Hongkong und Taiwan verfünffachte sich der Absatz der iPhones gegenüber dem Vorjahr.

Die Entwicklung beim iPad verlief ebenfalls stark, wenngleich die Verkaufszahlen mit 11,8 Millionen Einheiten nicht ganz an die Schätzungen der Analysten (13 Millionen) heranreichten. In absoluten Zahlen betrachtet dürfte aber auch in dieser Sparte kaum Kritik laut werden.

Beim Gewinn fegte Apple die Prognosen mit einem Wert von 11,6 Milliarden Dollar und 12,30 Dollar je Aktie regelrecht vom Tisch. Im Schnitt waren für den Berichtszeitraum 10,07 Dollar pro Anteilsschein erwartet worden. Gegenüber dem Vorjahr entsprach der gemeldete Wert rund einer Verdopplung.

Die Erlöse kletterten im gleichen Zeitraum um 59 Prozent auf 39,2 (erw.: 37,0) Milliarden Dollar.

Viele Analysten äußerten sich am Vorabend sehr zufrieden zur Geschäftsentwicklung. "Apple hat selbst die optimistischsten Prognosen übertroffen", sagte Brian White von Topeka Capital Markets. "Das ist Apple-Wahn  vom Feinsten".

Konservativer Ausblick

Die gute Stimmung wurde durch den konservativen Ausblick, den Apple für die laufende Periode gab, nicht gestört. Der Konzern rechnet mit einem Gewinn je Aktie von 8,68 Dollar und Erlösen von 34 Milliarden Dollar. Beide Werte liegen recht deutlich unter den Prognosen. Apple ist aber bekannt dafür, beim Ausblick tief zu stapeln - nur um dann umso wuchtiger die Schätzungen zu zertrümmern.

DER AKTIONÄR bleibt bei seiner Einschätzung für die Apple-Aktie: Korrekturen bieten sich zum Einstieg an.

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