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Apple profitiert von Nokia-Desaster

Markus Horntrich

Obwohl der Smartphone-Markt konstant wächst und auch in den nächsten Jahren Wachstum verspricht, steht Nokia am Abgrund. Vor allem der Android-Hype macht den Finnen zu schaffen. Im mobilen Internet dominiert jedoch eindeutig Apple.

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Der Markt für Smartphones und mobile Geräte wie Tablet-PCs wächst weiterhin kräftig. Allein in diesem Jahr sollen laut Gartner mehr als 151 Milliarden Dollar weltweit mit Smartphone-Verkäufen umgesetzt werden. 2011 waren es rund 128 Milliarden, bis 2015 rechnen Marktexperten mit einem Wachstum auf 181 Milliarden Dollar. Dennoch: Die Probleme bei Nokia (siehe dazu auch Nokia: ein einziges Desaster) zeigen, dass nicht alle Anbieter profitieren. Platzhirsch in diesem Markt ist und bleibt Apple.

Auf den ersten Blick ist Goolges Android klar die Nummer eins mit einem weltweiten Marktanteil von knapp 60 Prozent, während Apple mit seinem iOS-Betriebssystem „nur" auf Platz zwei rangiert. Der Rest, Microsoft, Symbian, RIM nähert sich der Bedeutungslosigkeit. Wenn es jedoch darum geht, das Smartphone auch für die mobile Internetnutzung zu verwenden, also damit im Web einzukaufen, etwas zu lesen et cetera, ist Apple klarer Marktführer, wie folgende Grafik zeigt:

Apple klar vor Google

Aufgrund der Tatsache, dass es für die Entwickler zudem zunehmend schwieriger wird, für die Vielzahl unterschiedlicher Android-Versionen auf den weltweit kursierenden Geräten Applikationen zu programmieren, hat Apple hier einen klaren Vorteil. Denn Apple hat genau die konsumfreudigen und internetaffinen Kunden, die Google für einen Erfolg im mobilen Internet bräuchte.

Nun greift Apple den Rivalen Google auch noch an einer weiteren Front an: Für großes Aufsehen sorgte die Vorstellung eines Karten- und Navigationsdienstes im Rahmen der Entwicklerkonferenz WWDC. Apple wird nicht mehr auf Google Maps setzen, sondern einen eigenen Dienst mit Hilfe des Navigationsspezialisten Tom Tom einführen. Damit geht Apple eindeutig auf Konfrontationskurs gegenüber Google.

Kräftige Nachfrage

Von der mit Spannung erwarteten Entwicklerkonferenz in der vergangenen Woche hatten sich viele etwas mehr erwartet. Wirkliche Highlights wie ein neues iPhone 5 oder ein eigenes TV-Gerät hat Apple nicht präsentiert. Dafür präsentierte Apple neue Notebooks mit einem hochauflösenden Retina-Display und einige Weiterentwicklungen bekannter Produkte wie das Spracherkennungssystem Siri. Die Nachfrage nach dem neuen MacBook Pro mit Retina-Display scheint enorm zu sein. Bei einem regelmäßigen Blick in den Apple-Store konnte man beobachten, wie die Lieferzeit des 2.199 Dollar teuere Gerätes immer länger wurde. Mittlerweile liegt die Lieferzeit bei drei bis vier Wochen. Was bei Ebay seltsame Blüten treibt. Dasselbe Notebook wird auf Ebay zum Teil mit 1.000 Dollar Aufschlag angeboten.

Analysten optimistisch

Die Aktie von Apple hält sich im aktuell rauen Marktumfeld weiterhin bombenfest, auch wenn sie vom Hoch bei 644 Dollar noch ein ganzes Stück weit entfernt ist. Die Spannung im Hinblick auf ein neues iPhone und einen iTV bleibt dem Wert erhalten. Auch die Analysten zeigten sich zuletzt zufrieden. Morgan Stanley blieb bei "Overweight", die Credit Suisse bei "Outperform" und einem Kursziel von 750 Dollar ein. Raymond James hat das Apple-Papier mit "Strong Buy" und Zielkurs 800 Dollar eingestuft. Topeka Capital ist am optimistischsten  und hat das Kursziel von 1.111 Dollar bekräftigt.

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