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Apple: Jetzt ist der Neue da!

Sascha Grundmann

iSlate-Concept160120.jpg

Am Mittwochabend fand die mit Spannung erwartete Präsentation des nächsten Hoffnungsträgers aus dem Hause Apple statt. Das Geheimnis, das eigentlich kein Geheimnis mehr war, ist gelüftet: Das neue Gerät ist ein Tablet-PC und trägt den Namen iPad. Die Apple-Aktionäre scheinen aber mit Spektakulärerem gerechnet zu haben. Das legt zumindest der Aktienkurs nahe.

Was für eine Woche für Apple. Erst gibt der Konzern am Montag starke Quartalszahlen bekannt, und dann das: Wohl noch nie in der Geschichte der Unterhaltungselektronik hat die Vorstellung eines neuen Geräts so sehr im Blickpunkt der Öffentlichkeit gestanden wie die Präsentation des neuen Tablet-PCs von Apple am gestrigen Mittwochabend in San Francisco. Gefühlt muss die halbe Tech-Gemeinde vor ihren Rechnern gesessen haben, als Apple-Chef Steve Jobs den neuen Hoffnungsträger des Elektronikkonzerns erstmals der Öffentlichkeit vorführte. Schon in den vorangegangenen Wochen hatten Spekulationen über diesen neuen megaflachen PC, der nun entgegen anderslautenden Gerüchten nicht den Namen iSlate trägt, sondern iPad heißen wird, Blogs und Tech-Magazine auf der ganzen Welt beschäftigt. Und nicht zuletzt auch den Aktienkurs von Apple angetrieben. Der Grund für Letzteres: Nach den zuletzt rückläufigen Absatzzahlen des MP3-Players iPod setzen die Apple-Aktionäre ihre Hoffnungen auf einen neuen Umsatzbringer.

Apps auf dem iPad

Mit dem iPad schickt Apple nun auch ein ganz besonderes Gerät in den Ring. Es sieht aus wie ein übergroßes iPhone, das heißt, es verfügt über einen berührungsempfindlichen Bildschirm (Touchscreen), der eine Diagonale knapp 25 Zentimetern hat, sowie eine virtuelle Tastatur. Auf dem iPad lassen sich unter anderem auch Bücher und Zeitungen lesen. Apple könnte damit etwa Online-Buchhändler Amazon.com und dessen E-Book-Reader Kindle Konkurrenz machen. Außerdem sollen Anwendungen aus dem AppStore von Apple über das iPad genutzt werden können. Das Neue soll in den USA ab 499 Dollar kosten, es soll aber auch Varianten jenseits der 800 Dollar geben (unter anderem mit UMTS-Modem). Damit fällt der Verkaufspreis insgesamt niedriger aus, als bislang erwartet.

Generell macht es den Eindruck, dass sich zumindest diejenigen Apple-Fans, die auch an der Börse aktiv sind, ein bisschen mehr vom iPad erhofft hatten. Zumindest legt das der Aktienkurs nahe: Die Apple-Notierung liegt nachbörslich sogar leicht mit rund 0,4 Prozent im Minus.

Nicht überbewerten

Möglicherweise hat der Hype, den Apple in den vergangenen Monaten über Gerüchte und Spekulationen ausgelöst hat, der Aktie insofern nicht gut getan, als dass die Erwartungen einfach zu hoch geschraubt wurden. Andererseits muss sich ein Gerät, das dem Anspruch gerecht werden muss, die Medienbranche revolutionieren zu können, auch erst einmal im täglichen Einsatz bewähren. Vor diesem Hintergrund sollte die erste Reaktion auf das iPad nicht überbewertet werden; auch beim Start des späteren Verkaufsschlager iPhone gab es anfangs einige kritische und enttäuschte Stimmen. DER AKTIONÄR rät vor diesem Hintergrund, in der Aktie investiert zu bleiben und den Stoppkurs bei 109 Euro zu setzen.

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