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Apple Aktie bleibt hinter den Erwartungen zurück

Markus Horntrich

Der iPhone- und iPad-Hersteller Apple hat die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal zum 30. Juni vorgelegt. Umsatz und Gewinn kletterten kräftig. Mit dem Zahlenwerk blieb der US-Konzern jedoch hinter den Erwartungen zurück.

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Apple hat nach Handelsschluss in den USA die Zahlen für das abgelaufene dritte Quartal (zum 30. Juni) vorgelegt. Der weltweit wertvollste börsennotierte Konzern der Welt konnte Umsatz und Ergebnis zweistellig steigern. Allerdings nicht so stark, wie erwartet. Eine positive Überraschung wie in den Vorquartalen blieb diesmal aus.

iPhone-Käufer halten sich zurück

Hauptumsatzträger waren einmal mehr das iPhone, das sich mit 26 Millionen Stück um 28 Prozent besser verkauft hat als im Vorjahresquartal. Gegenüber den ersten beiden Quartalen, als Apple vom iPhone 37 beziehungsweise 35 Millionen Einheiten verkaufen konnte, wird jedoch die Zurückhaltung im Vorfeld der Einführung des iPhone 5 deutlich. Apple erzielt rund die Hälfte seiner Umsätze mit dem Kulthandy, entsprechend genau verfolgen die Branchenanalysten hier die Entwicklung. Vom Tablet-PC iPad gingen 17 Millionen Stück über die Ladentische.

Der Umsatz kletterte um 22,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal  auf 35 Milliarden Dollar. Je Aktie verdiente der Konzern aus Kalifornien 9,32 Dollar, nach 7,79 Dollar im Vorjahresquartal. Mit dem Vorgelegten Zahlenwerk lag Apple unter den Erwartungen der Analysten. Im Schnitt waren die von Bloomberg befragten Analysten von 37,3 Milliarden Dollar Umsatz, 9,9 Milliarden Dollar Nettogewinn und einem Gewinn je Aktie von 10,40 Dollar ausgegangen.

Beim Ausblick für das laufende Quartal zeigte sich Apple gewohnt konservativ. Der Konzern rechnet mit einem Gewinn je Aktie von 7,65 Dollar und Erlösen von 34 Milliarden Dollar. Die Analysten sind diesbezüglich etwas optimistischer: Beim Umsatz erwarten sie 38 Milliarden Dollar und beim Gewinn je Aktie 10,27 Dollar.

iPhone-5-Produktion läuft bereits?

Der Blick der Anleger richtet sich auf die in den nächsten Monaten erwarteten Produktneuheiten. Nach Angaben des Branchendienstes Digitimes soll der ehemals zu Asus gehörende Auftragshersteller Pegatron mit der Produktion des neuen iPhones begonnen haben. Damit setzt Apple neben dem bisherigen Partner Foxconn auf einen weiteren Auftragsfertiger. Pegatron soll nicht nur das neue iPhone 5, sondern bis ins dritte Quartal 2012 auch mehrere Millionen iPads herstellen. Die Einfühung der neuen Version des erfolgreichen Smartphones ist spätestens für Herbst geplant. Zudem soll eine Mini-Version des iPad auf den Markt kommen. Die nächsten Monate bleiben für die Apple-Aktionäre spannend und versprechen angesichts der anstehenden Produktneuheiten weiterhin steigende Kurse.

Aktie nachbörslich unter Druck

Die Anleger zeigten sich enttäuscht über die Zahlen. Die Aktie fiel nachbörslich um mehr als fünf Prozent. Dennoch: DER AKTIONÄR bei seiner Einschätzung für die Apple-Aktie: Korrekturen wie die aktuelle bieten sich zum Einstieg an.

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