Sascha Grundmann

Sie lassen das so genannte "Antennagate" des iPhone zumindest kurzzeitig vergessen: die jüngsten Quartalszahlen von Apple. Erneut konnte der Elektronikgigant die Prognosen der Analysten übertreffen. Aber noch etwas anderes sorgte am Dienstag im nachbörslichen Handel für gute Laune bei den Börsianern.
Während das Desaster um die Empfangsprobleme von Apples neuester Version des Kult-Handys iPhone - von Bloggern "Antennagate" genannt - tagelang die Schlagzeilen bestimmt hatte, gab es am Dienstag für die Aktionäre des Elektronikkonzerns mal wieder gute Nachrichten: Apple hatte nach Börsenschluss starke Quartalszahlen gemeldet, die Aktie stieg im nachbörslichen Handel um rund drei Prozent. Apple hatte den Umsatz im vergangenen Quartal um gut 60 Prozent auf 15,7 Milliarden, den Gewinn um mehr als 80 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar steigern können. Das lag über den Erwartungen der Wall Street. Apple-Chef Jobs sprach von einem "phänomenalen Quartal".
iPhone und iPad glänzen
Dass die neueste Generation des iPhones sich nicht auf die Zahlen niederschlagen würde, war schon im Vorfeld ihrer Bekanntgabe klar - zu kurz ist das iPhone 4 erst auf dem Markt. So wurden aber vor allem die Vorgängermodelle an den Mann gebracht; und zwar nicht zu knapp: Insgesamt setzte Apple im jüngsten Jahresviertel 8,4 Millionen iPhones ab. Ein weiterer Erfolgsgarant war das iPad: Der Absatz des Tablet-Computers war mit 2,1 Milliarden Dollar am Umsatz beteiligt.
Bei Apple nahm man die guten Zahlen zum Anlass, für das kommende Quartal eine weitere Steigerung vorherzusagen. Von Juli bis September soll laut Finanzchef Peter Oppenheimer ein weiteres Rekordquartal erzielt werden, die Erlöse sollen dann bei 18 Milliarden Dollar liegen.
Für Spannung gesorgt
Dass die Aktie nach Bekanntgabe der Zahlen deutlich stieg, dürfte auch der Ankündigung Steve Jobs' geschuldet sein, noch in diesem Jahr "fantastische neue Produkte" auf den Markt zu bringen. Vor diesem Hintergrund bleibt DER AKTIONÄR bei seiner positiven Einschätzung, investierte Anleger sollten mit einem Stopp bei umgerechnet 170 Euro dabeibleiben.
