Frank Phillipps
Einen Fehlschlag mit seinem neuen Hoffnungsträger Denosumab kann sich der Biotech-Riese nicht leisten. Ein solcher ist auch nicht zu erwarten. Dafür stehen die Chancen für steigende Kurse gut.
Einen Fehlschlag mit seinem neuen Hoffnungsträger Denosumab kann sich der Biotech-Riese nicht leisten. Ein solcher ist auch nicht zu erwarten. Dafür stehen die Chancen für steigende Kurse gut.
Sie sind das Salz in der Suppe einer jeden Biotech-Spekulation: Daten aus klinischen Studien. Jüngstes Beispiel ist die US-Biotech-Firma MAP Pharmaceuticals. Deren Aktienkurs schoss vor Kurzem an nur einem Handelstag um mehr als 186 Prozent in die Höhe. Grund für die Kursexplosion waren positive Daten aus einer klinischen Studie der Phase III mit einem experimentellen Migräne-Mittel.
Amgen mit neuem Hoffnungsträger
Auf eine derart heftige Kursexplosion wie bei MAP können Anleger bei Amgen nicht spekulieren. Trotzdem sind die Daten aus abschließenden Phase-III-Studien mit dem Kandidaten Denosumab, die Amgen für die Jahresmitte angekündigt hat, für den Biotech-Riesen von enormer Bedeutung. In den letzten Jahren verzeichnete Amgen zunehmende Probleme mit seinen Hauptumsatzträgern, den Medikamenten Aranesp und Epogen. Günstige Nachahmerarzneien und Bedenken in Sachen Sicherheit ließen die Umsätze erodieren und die Aktie in der Anlegergunst sinken.
Diese Scharte soll Denosumab, ein Mittel gegen Knochenschwund bei Krebspatienten, nun auswetzen. Analysten trauen dem neuen Hoffnungsträger Jahresumsätze von mehreren Milliarden Dollar zu.
Kurspotenzial: 20 Prozent
Die Aktie von Amgen ist und bleibt ein Basisinvestment im Biotech-Sektor. DER AKTIONÄR traut der Aktie eine Denosumab-Rallye mit einem Kurspotenzial von 20 Prozent zu. Anleger positionieren sich im Vorfeld der abschließenden Daten, die in Kürze präsentiert werden dürften.