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Amgen hebt Prognose an

Frank Phillipps

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Der Biotech-Gigant legt starke Zahlen für das zweite Quartal vor und ist zunehmend optimistisch fürs Gesamtjahr. Währenddessen steigt die Spannung. Im August steht ein Ereignis von äußerster Wichtigkeit bevor.

Der Biotech-Gigant legt starke Zahlen für das zweite Quartal vor und ist zunehmend optimistisch fürs Gesamtjahr. Währenddessen steigt die Spannung. Im August steht ein Ereignis von äußerster Wichtigkeit bevor.

Amgen hat mit den Zahlen für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres die Prognosen der Analysten übertroffen. Der größte Biotech-Konzern der Welt setzte im zweiten Jahresviertel 3,71 Milliarden Dollar um. Damit sank der Umsatz zwar um ein Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, lag aber über den Erwartungen der Experten. Vom Finanzdienstleister Bloomberg befragte Analysten hatten mit Umsatzerlösen von 3,57 Milliarden Dollar gerechnet.

Auch beim Gewinn konnte Amgen die Analystenerwartungen toppen: Unter dem Strich blieb ein Plus von 1,29 Dollar je Aktie. Experten hatten hier im Durchschnitt lediglich einen Gewinn von 1,16 Dollar prognostiziert.

Prognose angehoben

Vor dem Hintergrund der positiven Zahlen erhöhte Amgen die Prognose für das Gesamtjahr. Der Biotech-Konzern geht davon aus, dass der Umsatz am oberen Ende der bisher in Aussicht gestellten 14,4 bis 14,8 Milliarden Dollar liegen wird. Der Gewinn soll 4,80 bis 4,95 Dollar je Aktie betragen. Bisherige Schätzungen hatten auf ein Plus von 4,57 Dollar je Anteilschein gelautet.

Wichtiges Meeting voraus

Das zweite Halbjahr könnte für Amgen ein wegweisendes sein. Bereits am 13. August tagt ein unabhängiges Expertengremium der US-Gesundheitsbehörde FDA, um eine Empfehlung darüber abzugeben, ob das von Amgen entwickelte Medikament Denosumab zugelassen werden soll oder nicht. Denosumab, ein Mittel gegen Osteoporose, gilt als der Schlüssel für zukünftiges Wachstum bei Amgen. Experten trauen dem experimentellen Wirkstoff ein Umsatzpotenzial von mehreren Milliarden Dollar zu.

Damit will der Biotech-Konzern Umsatzeinbußen kompensieren, die sich in den letzten Jahren aufgrund von Sicherheitsbeschränkungen bei anderen Milliarden-Sellern wie etwa dem Anämiepräparat Aranesp ergeben haben. Die US-Gesundheitsbehörde ist zwar nicht an die Empfehlung ihrer Experten gebunden, folgt aber in der Regel ihrem Ratschlag. Geben die Experten grünes Licht, ist daher im weiteren Jahresverlauf mit der Zulassung von Denosumab für den US-Markt zu rechnen.

Neuer Partner

Eine Zulassung in den USA würde auch die Chancen erhöhen, dass Denosumab auf dem europäischen Kontinent und anderen Ländern wie Australien, Neuseeland oder Mexiko vermarktet werden darf. Für diesen Fall hat Amgen bereits vorgesorgt und mit dem britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline einen namhaften Partner für den Vertrieb an Land gezogen. Amgen erhält vorab 120 Millionen Dollar von GlaxoSmithKline. Darüber hinaus zahlen die Briten einen nicht veröffentlichten Prozentsatz der Verkäufe an Amgen.

Marktführer mit Potenzial

Nachbörslich verbuchte die Aktie von Amgen in den USA infolge der guten Zahlen ein Plus von über drei Prozent. Entsprechend ist heute auch in Deutschland ein freundlicher Handelsstart zu erwarten. Wer der Empfehlung des AKTIONÄRS gefolgt ist, liegt mit der Aktie schon mehr als 30 Prozent im Plus. Trotzdem hat das Papier des Marktführers noch ordentlich Potenzial. Vor allem dann, wenn das Expertengremium der FDA am 13. August eine positive Empfehlung abgibt. Der AKTIONÄR hält daher seine Kaufempfehlung für den Titel aufrecht. Das Kursziel liegt bei 50 Euro, der Stopp wird vorerst bei 34 Euro belassen.

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