Frank Phillipps
Amgen hat gestern nach Börsenschluss enttäuschende Zahlen für das vierte Quartal 2009 vorgelegt. Umsatz und Gewinn blieben hinter den Erwartungen der Wall-Street-Analysten zurück. Trotzdem konnte die Aktie nachbörslich ein leichtes Plus verbuchen. Und das aus gutem Grund, denn die Perspektiven stimmen.
Amgen hat gestern nachbörslich die Zahlen für das vierte Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres 2009 bekannt gegeben. Demnach setzte der weltgrößte Biotech-Konzern im letzten Jahresviertel 3,81 Milliarden Dollar um. Das waren zwar 1,5 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode, allerdings weniger als die 3,85 Milliarden Dollar, die von den Analysten erwartet worden waren. Auch der Gewinn blieb mit 1,05 Dollar je Aktie hinter der Experten-Prognose von 1,13 Dollar je Anteilschein zurück.
Ausblick stimmt optimistisch
Dass die Aktie trotzdem nach Börsenschluss ein leichtes Plus erzielen konnte, dafür sorgte der Ausblick für 2010. Für das laufende Geschäftsjahr stellte der Biotech-Riese einen Umsatz von 15,1 bis 15,5 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 5,05 bis 5,25 Dollar je Aktie in Aussicht. Vom Finanzdienstleister Thomson Reuters befragte Analysten erwarten Umsätze von 15,3 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 5,12 Dollar je Anteilschein.
Hoffnungsträger Denosumab
Darüber hinaus punktete Amgen bei den Investoren mit der Nachricht, dass das Unternehmen inzwischen zusätzliche Informationen zum Medikamentenkandidaten Denosumab an die US-Gesundheitsbehörde FDA eingereicht hat. Die FDA hatte dem experimentellen Mittel, das unter dem Namen Prolia zur Behandlung von Knochenschwund eingesetzt werden soll, im Oktober 2009 die Zulassung verweigert und zusätzliche Informationen gefordert. Amgen geht davon aus, auf Basis der nun vorgelegten Daten grünes Licht für die Vermarktung zu erhalten. Denosumab, dem Analysten Umsätze von mehreren Milliarden Dollar pro Jahr zutrauen, gilt als einer der Schlüssel für das zukünftige Wachstum von Amgen.
Dabeibleiben!
Die Zulassung von Densoumab ist nicht nur der Schlüssel für künftiges Wachstum, sondern auch der Treibstoff für den Aktienkurs. DER AKTIONÄR stuft das Papier des Biotech-Konzerns aktuell als Halteposition mit einem Kursziel von 43 Euro ein. Ein Stoppkurs bei 37 Euro sichert die Position ab.