Frank Phillipps
Neue Studiendaten belegen offenbar, dass Amgens neuer Hoffnungsträger besser wirkt als ein Konkurrenzmittel. Das beflügelt auch die Aktie des Biotech-Riesen. Die Spekulation des AKTIONÄRS ist damit voll aufgegangen.
Neue Studiendaten belegen offenbar, dass Amgens neuer Hoffnungsträger besser wirkt als ein Konkurrenzmittel. Das beflügelt auch die Aktie des Biotech-Riesen. Die Spekulation des AKTIONÄRS ist damit voll aufgegangen.
Kurssprung bei Amgen: Das Papier des weltweit größten Biotech-Konzerns legt heute um rund 16 Prozent zu. Verantwortlich dafür sind neue Daten aus klinischen Studien mit dem Medikamentenkandidaten Denosumab, die das Unternehmen am Dienstagabend nach Börsenschluss in den USA veröffentlichte.
Besser als die Konkurrenz
In den Studien der dritten und entscheidenden Phase wurde Denosumab im direkten Vergleich zum Konkurrenzpräparat Zometa des Schweizer Pharmakonzerns Novartis getestet. Behandelt wurde eine Gruppe von mehr als 2.000 Patientinnen mit Brustkrebs und Knochen-Metastasen. In den Tests seien nicht nur die primären und sekundären Endpunkte erreicht worden, es habe sich auch herausgestellt, dass die Therapie mit Denosumab deutlich effektiver gewesen sei als die Behandlung mit Zometa.
Weiterer Schritt zum Blockbuster
Amgen hat mit der erfolgreichen Studie eine weitere Etappe auf dem Weg in eine lukrative Zukunft mit Denosumab gemacht. Der experimentelle Antikörper hat in der Indikation Osteoporose bereits die klinischen Studien erfolgreich durchlaufen. Noch für das laufende Jahr wird mit einer Zulassung für den wichtigen US-Markt gerechnet. Allein für diese Indikation rechnen Analysten mit möglichen Umsätzen von mehr als einer Milliarde Dollar. Wird Denosumab auch für die Therapie von Knochenmetastasen bei Krebspatienten zugelassen, dürfte sich das Umsatzpotenzial noch einmal deutlich erhöhen.
Kursziel erreicht
DER AKTIONÄR hatte bereits im Vorfeld auf die Wahrscheinlichkeit einer "Denosumab-Rallye" hingewiesen. Das Kursziel von 42 Euro wurde nach dem jüngsten Kurssprung bereits erreicht. Da es mit der möglichen Zulassung des Antikörpers gegen Osteoporose, die noch vor Jahresfrist erwartet wird, noch einen weiteren Katalysator für den Titel gibt, sollten Anleger dabeibleiben. Das Kursziel wird auf 50 Euro angehoben. Zur Absicherung des Gewinns, der sich mittlerweile bereits auf stattliche 30 Prozent beläuft, wird der Stoppkurs auf 34 Euro nachgezogen.