Frank Phillipps
Im dritten Quartal werden wichtige Studiendaten zu Amgens neuem Hoffnungsträger veröffentlicht. Das Unternehmen selbst preist sein Produkt schon jetzt ungewohnt offensiv an. Das beflügelt die Aktie.
Im dritten Quartal werden wichtige Studiendaten zu Amgens neuem Hoffnungsträger veröffentlicht. Das Unternehmen selbst preist sein Produkt schon jetzt ungewohnt offensiv an. Das beflügelt die Aktie.
An einem eher verhaltenen Handelstag in den USA gehörte die Aktie von Amgen gestern mit einem Plus von knapp vier Prozent zu den Gewinnern. Und das hatte auch seinen Grund. Zum einen profitierte das Papier von positiven Analystenstimmen. Die Experten von Robert W. Baird bestätigten ihr "Outperform"-Rating für den Titel mit einem Kursziel von 60 Dollar.
Die Analysten betonten, dass Sorgen um einen möglichen Zusammenhang zwischen der Einnahme des experimentellen Osteoporose-Mittels Denosumab und dem Auftreten von Osteonekrose des Kieferknochens übertrieben seien und sich in der Pipeline zahlreiche Medikamente befänden, die auf kurze Sicht als Katalysator auf den Aktienkurs wirken würden.
Offensives Management
Die Zuversicht der Anleger dürften aber auch Aussagen des Managements von Amgen beflügelt haben. Aus der Konzernzentrale im kalifornischen Thousand Oaks hieß es im Vorfeld der Daten aus Phase-III-Studien mit Denosumab, dass man fest davon ausgehe, dass Denosumab sich als mindestens so wirksam erweisen werde wie das Konkurrenzprodukt Zometa des Wettbewerbers Novartis. Man gehe aber davon aus, dass sich Denosumab, das gegen Knochenmetastasen bei Krebspatienten eingesetzt werden soll, sogar effektiver sein werde. Die Resultate aus den klinischen Tests werden für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres erwartet.
Kurspotenzial: 20 Prozent
Die Aktie von Amgen ist und bleibt ein Basisinvestment im Biotech-Sektor. DER AKTIONÄR traut der Aktie eine "Denosumab-Rallye" mit einem Kurspotenzial von 20 Prozent zu. Anleger positionieren sich im Vorfeld der abschließenden Daten, die in Kürze präsentiert werden dürften.