Alcoa: Tiefrot, aber über den Erwartungen
Die Berichtssaison ist eröffnet: Beim Aluminium-Riesen Alcoa sorgen Sonderausgaben und sinkende Verkaufspreise für einen Millionenverlust. Das Gute: Die Analysten hatten im Vorfeld noch mehr Miese erwartet. Die Aktie legt nachbörslich leicht zu.
Niedrigere Aluminiumpreise, eine schwache Nachfrage und hohe Sonderkosten haben Alcoa im dritten Quartal einen Verlust beschert. Unter dem Strich stand ein Minus von 143 Million Dollar oder 13 Cent je Aktie, wie der von Ex-Siemens-Manager Klaus Kleinfeld geleitete Alu-Riese nach Börsenschluss mitteilte. Im Vorjahr hatte noch ein Gewinn von 172 Millionen Dollar oder 15 Cent je Aktie gestanden.
Besser als erwartet
Einen großen Anteil an dem Verlust haben Sonderposten. Dabei geht es um Umweltzahlungen, einen Feuerschaden sowie die Beilegung eines jahrelangen Rechtsstreits mit Aluminium Bahrain. Ohne diese außerordentlichen Belastungen erzielte Alcoa einen Gewinn von drei Cent je Aktie und lag damit über den Erwartungen der Analysten. Der Umsatz ging um neun Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar zurück.

80 Prozent Kursverlust
In den letzten Jahren hatten Anleger keine Freude an Alcoa. Seit dem Hoch in 2008 hat die Aktie rund 80 Prozent an Wert verloren. Auch die Ergebnisse für das dritte Quartal dürften keine Trendwende einleiten. Anleger halten bei Alcoa die Füße still. Es gibt bessere Investments.
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