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Die besten Aktien des Jahres (Teil 3): Plus 1.078 Prozent in sechs Monaten

Andreas Deutsch

Seit seinem Jahrestief am 9. März hat der DAX um fast 60 Prozent zugelegt - eine beachtliche Performance. Aber doch wenig im Vergleich zu einigen Einzelaktien, die im gleichen Zeitraum eine Performance von weit über tausend Prozent aufs Parkett gezaubert haben.

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DER AKTIONÄR hat sich erneut auf die Suche nach den absoluten Überfliegern am Aktienmarkt gemacht. Während es in der letzten Serie "Die 1.000-Prozent-Aktien" um einen Betrachtungszeitraum von zehn Jahren ging, werden jetzt lediglich die letzten sechs Monate herangezogen. Aber die hatten es in sich: DER AKTIONÄR hat über 100 Einzeltitel herausgefiltert, die sich seit dem 9. März mehr als vervierfacht haben. Mehr als 40 Aktien haben sich im Kurs sogar verfünffacht und neun Aktien ist das Kunststück gelungen, sich mehr als zu verzehnfachen. Wahrscheinlich waren es sogar mehr als neun, aber bei der Recherche wurden extrem gering kapitalisierte Nebenwerte nicht berücksichtigt.

Herausgekommen ist ein bunter Branchenmix. In dieser Serie stellt die Redaktion ausschließlich die Werte vor, mit denen trotz der famosen Rallye noch Geld zu verdienen ist.

Kreditkrise lässt Kurs einbrechen

Las Vegas Sands hat noch Potenzial, obwohl die Aktie seit dem Tief im März um stolze 1.078 Prozent in die Höhe geschnellt ist. Damals war sie auf 1,42 Dollar abgestürzt, nachdem sie knapp anderthalb Jahre zuvor noch 150 Dollar gekostet hatte. Las Vegas Sands litt wie die gesamte Casinobranche aufgrund der hohen Verschuldung weit überdurchschnittlich unter der Finanz- und Wirtschaftskrise. Das Fortbestehen des Unternehmens stand auf der Kippe.

Um die Finanzierung von Las Vegas Sands steht es mittlerweile deutlich besser. Zuletzt begab der Konzern eine Wandelanleihe und sammelte so 600 Millionen Dollar von den Investoren ein. In drei Monaten steht der Börsengang in Hongkong auf dem Plan: Las Vegas Sands wird einen Teil seines gewaltigen Macau-Projekts an die Anleger veräußern.

Damit ähnelt die Story von Las Vegas der von Avis Budget. Der Autovermieter war aufgrund der Kreditkrise ebenfalls in ernsthafte Schwierigkeiten geraten. Seitdem sich die Zahlungsfähigkeit von Avis Budget extrem verbessert hat, kennt die Aktie kein Halten mehr.

Macau boomt noch immer

Der Clou bei Las Vegas Sands ist, dass sich das Unternehmen schon vor vielen Jahren in Macau engagiert hat. Macau liegt in Südchina und ist längst zum weltgrößten Spielerparadies geworden. Die Casinos dort fahren höhere Umsätze ein als die in Las Vegas und Atlantic City zusammen. Im vergangenen Jahr hatte der Glücksspielboom in der Region die Konjunktur bedrohende Ausmaße angenommen: Behörden und Banken konnten offene Stellen nur mit viel Mühe besetzen, da viele Bürger ihren Lebensunterhalt lieber in den Casinos verdienen wollten.

DER AKTIONÄR erwartet, dass die Casino-Betreiber langfristig sehr gute Geschäfte machen werden. Der August, als in Macau die Rekordsumme von 1,5 Milliarden Dollar umgesetzt wurde, sollte keine Ausnahme bleiben. Las Vegas Sands ist bestens positioniert. Ob die Aktie die alten Höchstkurse jemals wieder erreicht, ist zwar fraglich. Doch Potenzial von mindestens 50 Prozent mit Sicht auf ein Jahr sollte der Wert noch haben.

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