Zetsche: Bremsklotz für die Daimler-Aktie?
Seit 2006 steht Dieter Zetsche an der Spitze des Daimler-Konzerns. Den Kontakt zu den beiden Rivalen im Premium-Bereich, Audi und BMW, hat Daimler längst verloren. Und trotzdem will Zetsche an seinem Chefposten festhalten. Wie reagiert die Aktie von Daimler?
Trotz der Tatsache, dass Daimler derzeit nur die Rücklichter der beiden Konkurrenten Audi und BMW sieht, hat Konzernchef Dieter Zetsche sein Selbstvertrauen nicht verloren. Auch nach 2013 sieht sich Zetsche weiterhin auf dem Chefsessel. "Im Moment spricht vieles dafür, dass ich weiter an der Daimler-Spitze bleibe", sagte Zetsche der Welt am Sonntag. Im Februar werde die Vertragsverlängerung "keine Glaubensfrage mehr sein", sagte Zetsche weiter. "Dann wird eine Entscheidung des Aufsichtsrats vorliegen."

Rückstand
Seit 2006 steht Zetsche an der Spitze des Daimler-Konzerns. Den Kontakt zu den beiden Rivalen im Premium-Bereich, Audi und BMW, hat Daimler längst verloren. Zetsche versucht das Lenkrad herum zu reißen. Um bei der Rendite zu der enteilten Konkurrenz wieder aufzuschließen, hat Zetsche dem Autobauer einen radikalen Sparkurs verordnet. „Wir haben gesagt, dass wir spätestens 2020 vor unserem Wettbewerb sein wollen. Wir haben nicht gesagt, dass wir 2013 schon dort sein werden", sagte Zetsche zuletzt auf der US-Automesse in Detroit.

Kaufsignal generiert
Auch wenn Zetsche drei oder fünf Jahre länger auf dem Chefsessel von Daimler bleiben wird, sollte die Daimler-Aktie ihre Aufholjagd weiter fortsetzen. Viele institutionelle Anleger haben die Aktie auf der Watchlist beziehungsweise haben sich bereits positioniert. Mit dem Sprung über den Widerstand bei 42,50 Euro wurde ein Kaufsignal generiert. Nach einem Rücksetzer auf die Ausbruchslinie sollte eine Anschlussbewegung bis knapp 49 Euro folgen.
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