Werner Sperber
Der Vorstand der YOC-Gruppe erklärt, sehr zufrieden mit der Geschäftsentwicklung im Jahr 2010 zu sein. Europas führende Mobile Technolgy und Mobile Media Company, wie sich das Unternehmen selbst nennt, hat die eigenen Ziele erreicht und das Management erwartet nun ein beschleunigtes Wachstum. Das dürfte den Aktienkurs endlich aus dem Dornröschenschlaf wecken.
Dirk Kraus, Vorstandsvorsitzender und Großaktionär der in Berlin ansässigen YOC-Gruppe, versichert: YOC habe sowohl quantitativ als auch qualitativ die eigenen Ziele für das Jahr 2010 erreicht. Der Umsatz ist nach vorläufigen Zahlen um 17 Prozent auf 30,5 Millionen Euro gestiegen. Das operative Ergebnis soll im Vergleich dazu überproportional zulegen. Im Jahr 2009 belief sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 1,8 Millionen Euro. Die Prognosen von Kraus und seinen Vorstandskollegen Alex Sutter und Jan Webering für 2010 lauten: Der Erlös liegt zwischen 30 und 32 Millionen Euro und das EBITDA erreicht 3,0 bis 3,2 Millionen Euro.
Neukundenrekord
YOC deckt die gesamte Wertschöpfungskette vom Entwickeln des Konzeptes bis zur Programmierung und dem Betrieb von Online-Plattformen für den mobilen Vertrieb und die mobile Werbung ab. In diesem stark wachsenden Markt beansprucht YOC die führende Rolle in Europa. Dazu passt, dass Kraus erklärt, im abgelaufenen Jahr so viele Neukunden gewonnen zu haben, wie noch nie. Dabei hat das Unternehmen die Beziehungen zu Bestandskunden weiter intensiviert. Zu den wichtigsten qualitativen Erfolgen zählt der Konzernchef die Weiterentwicklung der eigenen Technologieplattform sowie den internationalen Vertrieb von "YOC Ad Plus", einem speziell für Applikationen (Apps) entwickelten Produktes.

Spekulativ einsteigen
Kraus geht von einer weiteren Verbesserung der "sehr guten Auftragslage" im Jahr 2011 aus und prognostiziert ein beschleunigtes Wachstum. Das sei auf die Branchenentwicklung zurückzuführen, allerdings auch auf die Entwicklung eigener, wegweisender Produkte. Dementsprechend soll der Umsatz im Jahr 2011 um 20 bis 25 Prozent auf 36,6 bis 38,1 Millionen Euro zulegen. Aufgrund dieses positiven Ausblicks könnte die marktenge Aktie wieder in den Fokus der Anleger kommen und vielleicht wird auch wieder verstärkt auf eine Übernahme von YOC spekuliert. In dieser Ausgangslage dürfte der Widerstand bei 38 Euro das erste Ziel sein, mittelfristig gefolgt von 50 Euro. Der Stoppkurs sollte bei 29 Euro gesetzt werden.