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Xing glänzt in der Krise - Chance für Anleger

Leon Müller

Die Xing AG entpuppt sich als Krisengewinner. Der Betreiber des gleichnamigen Karriere-Netzwerks glänzt mit Rekordzahlen samt Umsatzverdopplung. Da sich Geschäfts- und Aktienkursverlauf offensichtlich voneinander entkoppelt haben, haben Anleger bei Xing nun beste Chance auf Kursgewinne.

Die Xing AG entpuppt sich als Krisengewinner. Der Karrierenetzwerkbetreiber glänzt mit Rekordzahlen. Da sich Geschäfts- und Aktienkursverlauf offensichtlich voneinander entkoppelt haben, haben Anleger bei Xing jetzt die Chance.

Lars Hinrichs ist Vorstandsvorsitzender der Xing AG. Er sitzt auf liquiden Mitteln in Höhe von 42,56 Millionen Euro. Ein beruhigendes Polster, nicht nur in heutigen Zeiten.

Die Xing AG hat einmal mehr bewiesen, dass sich Vitamin B auszahlt. Mit den Ergebnissen zum dritten Quartal hat der Betreiber des gleichnamigen Karrierenetzwerks alle Zweifler verstummen lassen. Trotz oder gerade wegen der Eskalation infolge der Finanzkrise konnte das Hamburger Unternehmen im dritten Quartal ein Rekordergebnis einfahren. Allein im Berichtszeitraum Juli bis September konnte Xing die Erlöse um 86 Prozent auf 9,18 Millionen Euro steigern. Mit Blick auf die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres verdoppelten sich die Umsätze gar auf 25,09 Millionen Euro. Der Gesamtjahresumsatz 2007 wurde somit bereits um mehr als 28 Prozent übertroffen. Besonders positiv: Mit einer EBITDA-Marge von 40 Prozent erzielten die Hamburger im dritten Quartal den besten Wert des Jahres. Das Periodenergebnis erreichte 1,77 Millionen Euro. Unter dem Strich blieben im dritten Quartal 34 Cent je Aktie hängen. In den ersten neun Monaten waren es 0,92 Euro je Aktie. Positiv zu werten ist auch, dass Xing in allen Geschäftsbereichen zulegen konnte. Zwar bildet der Bereich Subscriptions nach wie vor die wichtigste Ertragssäule. Advertising und eCommerce trugen aber immerhin knapp 19 Prozent zu den Erlösen bei.

Aktienkursverlauf und Geschäftsentwicklung entkoppelt

So gut die präsentierten Ergebnisse sind, so schlecht hat sich die Aktie in den zurückliegenden Monaten entwickelt. Ausgehend vom Höchstkurs bei 45,77 Euro hat sich das Xing-Papier im Wert zwischenzeitlich nahezu halbiert. Die Finanzkrise erweist sich dabei als Erklärung als wenig tauglich. Die Hamburger sind schuldenfrei und verfügen über liquide Mittel in Höhe von 42,56 Millionen Euro. Von Finanzierungsproblemen kann entsprechend nicht die Rede sein. Im Gegenteil, Xing ist dank dieser hohen Cash-Position in der Lage sein Wachstum zu forcieren. Alles in allem darf das Unternehmen wie bereits einleitend erwähnt als Krisengewinner bezeichnet werden. Denn nicht nur, dass die Finanzkrise das Geschäftsmodell keinesfalls in Frage stellt, sie fördert es sogar. Xing konnte im dritten Quartal 390.000 neue Mitglieder sowie 43.000 zahlende Mitglieder gewinnen. Das Bedürfnis sein Netzwerk zu pflegen steigt angesichts der Bedrohung seinen Arbeitsplatz zu verlieren.

Xing-Aktie sollte fundamentale Entwicklung nachbilden

Die Aktie der Xing AG hat die fundamentale Entwicklung des Unternehmens zuletzt nur unzureichend widergespiegelt. Der Betreiber des gleichnamigen Karrierenetzwerks wird an der Börse nur noch mit 124,40 Millionen Euro bewertet. Bereinigt um die hohe Cashposition in Höhe von 42,56 Millionen Euro und auf Basis der Schätzungen für das Geschäftsjahr 2009 wird die Aktie mit einem KGV von 7 bewertet. Zu wenig, wenn man bedenkt, dass Xing mit hohen zweistelligen Raten wächst. Das Management teilt diese Ansicht offenbar. Am 10. November hat das Management ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu vier Millionen Euro angekündigt. Bereits am 11. November soll mit den Käufen begonnen werden. Das dürfte die Aktie nach unten stützen. Sobald die Marktteilnehmer die Situation analysieren, dürfte das Papier der Xing AG deutliche Kursgewinne verzeichnen. Sogar ein Vorstoß in die Nähe der 40-Euro-Marke ist dann möglich.

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